6000 Schüler machen mit Bereits öfter die Polizei gerufen

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Rektor Passauer berichtet, er habe schon öfter die Polizei gerufen. „Wenn ich die Eltern erwische, spreche ich sie an.“ Ein Großvater erklärt, er hole das Enkelkind ab, weil man nach Fellbach müsse, zu einem Anschlusstermin. Auch Katrin Steinhülb-Joos, die Rektorin der Altenburgschule, beobachtet die Szenerie. An ihrer Schule sei es ähnlich. Dort hätten Eltern schon an andere Eltern von Kindern gemalte Strafzettel verteilt und seien sich „in die Haare geraten“. Auch das Thema Laufbus, bei dem die Kinder einander auf dem Schulweg abholen, sei Eltern schwierig zu vermitteln – oft seien es die Eltern mit Sprachproblemen. Schulrätin Almut Windisch ergänzt, auch in elitären Wohngebieten würden Kinder gefahren.

Bürgermeister Schairer versichert: „Kein Kind muss wegen der Sicherheit oder Unsicherheit mit dem Auto in die Schule gefahren werden.“ Es sei schlicht eine Ausrede, wenn Eltern dies behaupteten. Schließlich gebe es Schulwegpläne, den Kinderfußgänger-Führerschein und den Fahrradführerschein. „Wir sind flächendeckend an allen ersten Klassen in Stuttgart tätig“, versichert Hermann Volkert vom Präventionsreferat der Polizei.

Eine Erstklässlermutter versteht die Aufregung nciht

Nina Frech, Mutter einer Erstklässlerin, versteht das alles nicht: „Meine Tochter ist Erstklässlerin und läuft 20 Minuten in die Schule.“ Nach anfänglicher Begleitung sogar allein. „Man muss Vertrauen haben, dass die Kinder das können“, sagt Nina Frech. Ihre Tochter würde es sich auch gar nicht mehr nehmen lassen, zu Fuß zu laufen. Und bei Regen habe sie eben passende Schuhe an und eine Regenjacke. „Die gefährlichste Stelle auf dem ganzen Schulweg meiner Tochter“, sagt Frech, „ist direkt vor dem Schultor.“

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