InterviewAdelsexperte über TV-Doku „Die Ikone Diana braucht keine PR“

Die Nacht, in der Prinzessin Diana unter tragischen Umständen ums Leben kam,  ist 20 Jahre her. Nun haben die britischen Prinzen William und Harry erstmals vor der Kamera über die Princess of Wales als Mutter gesprochen.Foto:dpa Foto:   8 Bilder
Die Nacht, in der Prinzessin Diana unter tragischen Umständen ums Leben kam, ist 20 Jahre her. Nun haben die britischen Prinzen William und Harry erstmals vor der Kamera über die Princess of Wales als Mutter gesprochen. Foto:dpa

Ende August jährt sich der tragische Tod von Lady Diana zum 20. Mal. Der Adels- und Society-Experte Michael Begasse weiß, warum ihre hinterbliebenen Söhne, die britischen Prinzen Harry und William, in letzter Zeit so offen über ihre Gefühle und Trauer gesprochen haben.

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Köln - Im britischen Königshaus tut sich was: noch nie zuvor hat man im Hause Windsor so offen über persönliche Belange und Gefühle gesprochen wie momentan. Nun gipfelt das Ganze in der britischen TV-Dokumentation „Diana – Our mother“, in der die Prinzen Harry und William tiefe Einblicke in ihr Seelenleben geben und über den Verlust ihrer Mutter sprechen. Die Sendung wird unter dem Titel „Unsere Mutter Diana – Ihr Leben und ihr Vermächtnis“ am 21. August um 20:15 Uhr in der ARD zu sehen sein (die BBC strahlte sie bereits Anfang der Woche aus). Der Adels- und Society-Experte Michael Begasse erklärt die neue Offenheit der jungen Prinzen.

Herr Begasse, wie haben Sie die TV-Erinnerungen der Prinzen Harry und William empfunden, die am vergangenen Montag im britischen TV gezeigt wurde?
Mich hat nicht überrascht, dass die beiden Prinzen über ihre Mutter von vor 20 Jahren gesprochen haben, sondern eher wie intensiv die beiden über sie gesprochen haben. Vor zehn Jahren waren William und Harry nicht in der Lage über ihre tote Mutter so zu sprechen. In der Zwischenzeit haben sie professionelle Hilfe bekommen. Sie wissen heute, wie sie mit der Trauer um ihre Mutter umgehen können.
Wie haben die Prinzen den Tod ihrer Mutter verarbeitet?
Vor 20 Jahren haben sie keinerlei Hilfe bekommen. Sie haben zugemacht, wie es Kinder nun mal tun, wenn die Mutter stirbt. Sie mussten in aller Öffentlichkeit trauern und haben damals keine psychologische Hilfe bekommen, sondern haben sich diese professionelle Unterstützung erst im Erwachsenenalter gesucht. William, Harry und Kate haben ja die Schirmherrschaft einer Charity-Organisation übernommen, die sich „Heads Together“ nennt und sich dafür einsetzt, Stigmata rund um psychische Krankheiten zu beseitigen. Für Prinzen finde ich das einen extrem mutigen Schritt.



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