Aktien-Vorschau auf die neue Börsenwoche Wann gerät der US-Jobmotor ins Stottern?
Unsere Börsenexperten blicken auf die kommende Woche. Euroraum-Inflation und US-Beschäftigung sorgen für Spannung. Zudem legen Amazon und Apple Zahlen vor.
Unsere Börsenexperten blicken auf die kommende Woche. Euroraum-Inflation und US-Beschäftigung sorgen für Spannung. Zudem legen Amazon und Apple Zahlen vor.
An den Finanzmärkten dürfte es diese Woche deutlich ruhiger werden, von einer Sommerflaute kann jedoch weiterhin keine Rede sein. Sowohl im Euroraum als auch in den USA stehen weitere wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Zudem läuft die Berichtssaison der Unternehmen weiter. Auch wenn der Höhepunkt des vierteljährlichen Bilanzreigens vorüber ist, bleibt es spannend.
Am Donnerstag nach US-Börsenschluss gewähren der weltgrößte Online-Versandhändler Amazon und der iPhone-Riese Apple Einblick in ihre Geschäftsbücher. Die Gewinn- und Umsatzprognosen der Tech-Giganten für das laufende Quartal liefern auch häufig gute Hinweise auf die Konjunkturentwicklung.
In der Eurozone werden am Montag neue Inflationsdaten veröffentlicht – hier schauen Finanzprofis ganz genau hin, denn die Zahlen sind mitentscheidend für den weiteren Zinskurs der Europäischen Zentralbank (EZB). Experten rechnen mit einer leicht gesunkenen Teuerungsrate, die allerdings weiter über fünf Prozent und damit weit entfernt vom Geldwertstabilitätsziel der EZB bei zwei Prozent liegen dürfte.
Sollte die sogenannte Kerninflation nicht nachlassen, bei der besonders stark schwankende Preise etwa für Energie und Lebensmittel ausgeklammert sind, könnte dies die Währungshüter unter Druck bringen, die Leitzinsen im September doch noch weiter anzuheben.
In den USA steht mit dem Arbeitsmarktbericht am Freitag ein echtes Datenschwergewicht ins Haus, das die Kurse an den Börsen traditionell stark bewegen kann. Obwohl die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik seit Anfang 2022 in einem rasanten Tempo gestrafft hat, läuft der Jobmotor bislang weiter auf Hochtouren.
Die Arbeitslosenquote bewegt sich in der Nähe ihres 50-Jahres-Tiefs. Den Deka-Experten um Chefvolkswirt Ulrich Kater zufolge könnte sich die Phase des außerordentlich hohen Beschäftigungsaufbaus jedoch dem Ende zuneigen. So sei etwa das Stellenplus im Bereich Freizeit und Gastronomie zuletzt schon auffallend gering ausgefallen.