Aktion des Stadtmarketings Herrenberg bekommt mobile Ruhebänke
Das Stadtmarketing Herrenberg will mit transportablen Ruhebänken die Innenstadt aufwerten und Besucher anlocken.
Das Stadtmarketing Herrenberg will mit transportablen Ruhebänken die Innenstadt aufwerten und Besucher anlocken.
Herrenberg - Sicherlich haben nicht nur heftig am Hang liegende Städte wie Herrenberg einen Bedarf, ihren Besuchern Möglichkeiten zum Ausruhen anzubieten. Aber wenn der Sommer noch mit schweißtreibenden Temperaturen dazu kommt, dann sieht eine Innenstadt ohne Sitzmöblierung für die Einkaufsbummler besonders trostlos aus. Deswegen hat die City-Managerin Lidija Müller zusammen mit dem Stadtmarketing-Verein Herrenberg eine Bänkle-Aktion ins Leben gerufen.
Der Verein beschafft Ruhebänke, die die Geschäftsleute bei Ladenöffnung vors Geschäft stellen und sie abends wieder abräumen. „Zum Ausruhen, Eis essen oder zum gemütlichen Schwatz“, sagt das Herrenberger Stadtmarketing. Dort ist man der Ansicht, so werde die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt deutlich verbessert und deswegen suchten und fänden mehr Kunden das Herrenberger Einkaufserlebnis.
„Es sollten kurzfristig und unkonventionell neue Sitzmöglichkeiten in der Stadt geschaffen werden“, ergänzt der Herrenberger Oberbürgermeister Thomas Sprißler, der die Aktion voll unterstützt. Der Verein kümmert sich darum, dass die Bänke einheitlich gestaltet sind, koordiniert ihre Beschaffung und kontaktiert mögliche Paten. Ebenso übernimmt der Verein alle Genehmigungsschritte, die im Zusammenhang mit der Standortfreigabe beim Ordnungsamt zu klären sind. Die Bänke bleiben im Eigentum der jeweiligen Anwohner, Gastronomen oder Händler, die bei der Aktion mitmachen und werden auch nur von Frühjahr bis Herbst nach draußen gestellt. Wenn sie nachts wieder ins Geschäft eingeräumt werden, sollte auch nächtlichem Lärm und möglichem zusätzlichem Müll am effektivsten begegnet sein.
Lidija Müller berichtet, dass die Aktion in Herrenberg gut angelaufen sei, und auch andere Städte wie etwa Nagold mit den transportablen Ruhebänken gute Erfahrungen gemacht hätten. Aufgestellt werden sie bevorzugt an häufig besuchten Bereichen, in denen fest installierte Bänke aufgrund enger Straßen oder wechselnder Veranstaltungsnutzung nur schwer unterzubringen sind; gerade hier und insbesondere an den ansteigenden Abschnitten der Herrenberger Altstadt wünschen sich viele Bürger mehr Sitzgelegenheiten zum Verschnaufen oder Verweilen oder auch nur, um ein einen Blick in ein Buch zu werfen.
„Noch schöner wäre es, wenn die Stadt Herrenberg die Idee aufnimmt und die Aktion weiter unterstützt“, sagt Lidija Müller, die hofft, dass die Stadtverwaltung vielleicht ein paar der Bänke fest installieren lässt, „vielleicht gibt es ja dann auch noch einen Mülleimer dazu“. Weil die Bänke nur draußen stehen, so lange die Geschäfte geöffnet sind, könne es sonst passieren, dass die Besucher von Herrenberg an Sonn- und Feiertagen die Innenstadt doch nur stehend erleben könnten.