Alex Scholpp bei „Soko Stuttgart“ Der Gitarrist der Farmer Boys in einem Band-Krimi

Alex Scholpp (2. v. re.) und die Farmer Boys vertreiben sich die Corona-Zeit im Studio. Foto: Farmer Boys
Alex Scholpp (2. v. re.) und die Farmer Boys vertreiben sich die Corona-Zeit im Studio. Foto: Farmer Boys

Der Stuttgarter Rockmusiker Alex Scholpp ist in einer Folge der Serie „Soko Stuttgart“ zu sehen – und hat mit den Farmer Boys den Song „Isle of the Dead“ neu eingespielt.

Kultur: Bernd Haasis (ha)

Stuttgart - Künstler sehnen sich in der Pandemie nach Betätigung. Alex Scholpp von den Farmer Boys hat sie bekomme – am Set der ZDF-Serie „Soko Stuttgart“.

Herr Scholpp, gerade haben Sie in einer Episode von „Soko Stuttgart“ einen Rockmusiker gespielt – wie war das?

Ich komme neu in die Band Beyond Mars, nachdem der alte Gitarrist ermordet wurde, was zu Ermittlungen im Umfeld führt. Die Folge heißt „Reunion“, die Band wollte nach längerer Pause wieder loslegen, so wie wir mit den Farmer Boys 2018. Meine Rolle war klein, ich musste wenig sagen, durfte aber Gitarre spielen. Es war sicher hilfreich, dass ich weiß, wie es im Proberaum und auf der Bühne zugeht. Die Filmset-Situation kannte ich von Musikvideos, und es war eine coole Erfahrung zu sehen, wie professionelle Schauspieler das machen. Da wird schon noch improvisiert, man testet mal was, diskutiert, in welcher Gemütslage die Charaktere sind. Es geht um Emotionen, wie beim Musikmachen.

Mit den Farmer Boys haben Sie den Song „Isle of the Dead“ in einer Akustikfassung veröffentlicht – was steckt dahinter?

Wir haben das Stück live zwei Jahr lang so gespielt. Eine Fraktion in unserer Band möchte es immer groß und dick mit Orchester, so wie die Albumversion. Diese intime funktioniert aber genauso gut, deshalb schieben wir die jetzt nach. Der Song passt auch gut in die Zeit. Matze Sayer kam damals zu mir mit Arnold Böcklins Gemälde „Toteninsel“ und einer Idee, und wir haben versucht, dieses Gefühl einzufangen. Wir haben ja auch in härteren Songs diese Sehnsucht, die Dunkelheit, den Abgrund, aber nicht ohne den Silberstreif – die Hoffnung schwingt überall mit.

Der Kulturbetrieb steht derzeit still – wie gehen Sie damit um?

Ich gebe viel Gitarrenunterricht, das macht auch Spaß – aber das Live-Gefühl fehlt mir. Songs zu schreiben fällt auch nicht leicht. Wir nehmen Demos auf, aber es fehlt die Perspektive. Man weiß ja nicht, ob es wieder so wird wie vorher. Klar ist: Online funktioniert nur begrenzt, wir brauchen den Sound und die Leute. Für mich persönlich hat die Lage etwas Positives: Ich kann mich um meine Tochter kümmern, wenn ich nicht wochenlang auf Tour bin.




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