Vom Wert des Alleinseins Notwendiger Rückzug ins Ich

Von  

Viele Menschen müssen derzeit auf Sozialkontakte weitgehend verzichten. Es muss aber nicht schlecht sein, sich auf sich selbst einzulassen.

Allein, aber nicht einsam: Der Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich war seit seiner Entstehung zu Beginn des 19. Jahrhunderts  Gegenstand vieler Deutungen. Nach einer Restaurierung des Gemäldes vor einigen Jahren wurde sichtbar, dass die Blautöne des Himmels sehr viel heller und hoffnungsvoller sind, als sie durch einen Grauschleier in den Jahrzehnten zuvor erschienen waren. Foto: Ullstein/Heritage Images
Allein, aber nicht einsam: Der Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich war seit seiner Entstehung zu Beginn des 19. Jahrhunderts Gegenstand vieler Deutungen. Nach einer Restaurierung des Gemäldes vor einigen Jahren wurde sichtbar, dass die Blautöne des Himmels sehr viel heller und hoffnungsvoller sind, als sie durch einen Grauschleier in den Jahrzehnten zuvor erschienen waren. Foto: Ullstein/Heritage Images

Stuttgart - Die Handgriffe sind perfekt einstudiert: hinsetzen, anschnallen, Zündschlüssel drehen – und Radio anschalten. Oder in der Straßenbahn, im Café, auf dem Sofa: Kaum ist man allein, schon greift man zum Smartphone – in der Hoffnung auf ein Lebenszeichen, auf einen Kick. Denn wenn etwas Unbehagen erzeugt, so ist es Stille, oder besser: Funkstille. Der Mensch, so scheint es, ist nicht fürs Alleinsein geboren.