Ein großer und wichtiger Schritt wurde vergangene Woche geschafft. Das Landratsamt Ludwigsburg hat nichts gegen die Rückkehr von Sedia Kijera nach Kirchheim (Kreis Ludwigsburg) . Der gambische Altenpfleger ist aus Sicht der Experten resozialisiert und ein Beispiel für eine positive Integration. Das grüne Licht der Behörde ist die Voraussetzung für ein beschleunigtes Visumverfahren. Jetzt braucht es einen Termin bei der Deutschen Botschaft im Senegal und die Originalunterlagen, die der 28-Jährige mit nach Dakar nehmen muss.
Am Montag hat Daniela Lehmann, die Leiterin des Pflegeheims, die wichtigen Dokumente nach Gambia geschickt. Darüber hinaus wurde eine kleine Arbeitsgruppe aus dem Sedia-Freundeskreis zusammengestellt, berichtet Götz Schwarzkopf von der Kirchheimer Ortsgruppe Seebrücke. „Sie bemüht sich um die wenigen Termine, die die Deutsche Botschaft pro Woche für solche Vorgänge wie die Beantragung eines Arbeitsvisums auf der Website einstellt. Wie bei Megastar-Konzert-Tickets heißt es als erster dran zu sein.“
Wenn der Termin dann steht und Sedia Kijera die Unterlagen in Dakar vorlegen darf und den Eingang bestätigt bekommt, dauere die Bearbeitungszeit nach Informationen der Deutschen Botschaft im Durchschnitt vier bis sechs Wochen, sagt Schwarzkopf. „Es kann aber auch länger dauern.“ Dennoch ist die Vorfreude in Kirchheim bei den vielen Freunden des 28-Jährigen sehr groß. Götz Schwarzkopf drückt aus, was viele denken: „Wir waren noch nie so dicht dran, was für ein Erfolg.“