Ammoniakunfall in der Eishalle Gasunfall in Eishalle

Die Stuttgarter  Feuerwehr wird zu einem Ammoniakunfall gerufen. Foto: Achim Zweygarth 51 Bilder
Die Stuttgarter Feuerwehr wird zu einem Ammoniakunfall gerufen. Foto: Achim Zweygarth

Nach einem Ammoniakunfall auf der Stuttgarter Waldau musste am Donnerstagmorgen die Waldschule in Degerloch und ein Kindergarten evakuiert werden.

Stuttgart - Für mehr als 450 Schüler der Degerlocher Waldschule war der Unterricht am Donnerstagvormittag schneller als geplant beendet. Sie mussten zusammen mit einigen Gruppen von Kindergartenkindern von der Feuerwehr evakuiert und nach Hause geschickt werden. Etwa 150 Kinder wurden nach Polizeiangaben in einer Kirche in der Nähe untergebracht, bis sie dort von ihren Eltern abgeholt wurden.

Grund für die Evakuierung war ein Zwischenfall in der Eiswelt auf der Waldau, bei dem laut Feuerwehr massiv Ammoniak ausgetreten ist. Das Gas dient zur Kühlung der Eisflächen und wirkt ätzend insbesondere auf die Schleimhäute der Atemwege, die Lunge und Augen. Die Einsatzkräfte waren gegen 8.30 Uhr alarmiert worden und hatten aufgrund des Lagebilds sofort einen Großalarm ausgelöst. Allein die Stuttgarter Polizei war mit 40 Beamten vor Ort. Das Deutsche Rote Kreuz war ebenfalls mit einigen Fahrzeugen im Einsatz. Behandelt werden mussten laut Polizeisprecher lediglich zwei Arbeiter, die durch das Gas leicht verletzt wurden.

Ursache für Unfall ist noch nicht bekannt

Während der Arbeiten durch die Spezialisten der Feuerwehr an der Kühlanlage wurden die Anwohner auf der Waldau durch die Polizei und mit Rundfunkdurchsagen aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und Türen und Fenster geschlossen zu lassen. Gegen 9.30 Uhr hatte die Feuerwehr die Situation in der Eishalle unter Kontrolle und den Ammoniakaustritt gestoppt.

Die Ursache des Austritts ist noch nicht bekannt. Nach Angaben der Stadt könnte ein Kompressor, der das Kältemittel verdichtet, defekt gewesen sein. Die Anlage werde regelmäßig gewartet und sei vom Tüv abgenommen, betont der Sportamtsleiter Günther Kuhnigk. „Wir haben einen Gutachter bestellt.“ Das ausgetretene Gas wurde von der Feuerwehr mit zwei Großlüftern ins Freie geblasen, mit Wassernebel gebunden und in die Kanalisation geleitet. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.




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