„Animal Stuttgart“ Peta übt Kritik an Heimtiermesse – das sagen die Veranstalter

Am Wochenende findet die Heimtiermesse „Animal Stuttgart“ statt (Symbolfoto). Foto: IMAGO/Funke Foto Services

Vom 24. bis 26. November findet in der Messe Stuttgart die Heimtiermesse „Animal Stuttgart“ statt. Die Tierrechtsorganisation Peta übt nun scharfe Kritik an dem Event. Warum? Und was sagen die Veranstalter dazu?

Digital Desk: Hanna Helder (hahe)

Aus Sicht der Tierrechtsorganisation Peta hat die Heimtiermesse „Animal Stuttgart“, die am Wochenende Teil des Messerherbsts am Stuttgarter Flughafen ist, nur wenig mit Tierliebe zu tun. Im Gegenteil: „Einige der Tiere werden demnach gezwungen, an verschiedenen Vorführungen und Wettbewerben teilzunehmen. So sind etwa ein Kaninchen-Hindernislauf, Ponyreiten für Kinder und eine Greifvogelshow geplant“, schreibt Peta in einer Mitteilung. Aber auch allein die vielen Menschen und die Geräuschkulisse seien eine Belastung.

 

Ein Kritikpunkt ist zudem die Zucht. „Weil das äußere Erscheinungsbild der Tiere im Vordergrund steht, leiden zahlreiche sogenannte Rassetiere mitunter lebenslang an gesundheitlichen Problemen“, erklärt die Organisation mit Hauptsitz in Stuttgart. Durch die Veranstaltung werde die Zucht bestimmter Rassetiere unterstützt, während sich gleichzeitig die Situation in den Tierheimen aufgrund zu vieler heimatloser Tiere verschärfe.

Das sagen die Veranstalter zu der Kritik

Organisiert wird die „Animal Stuttgart“ von der Landesmesse Stuttgart. Diese sieht sich lediglich als Plattform und verweist auf das Veterinäramt, wenn es um die Kontrolle des Tierwohls geht. Jeder Aussteller, der Tiere präsentiere, müsse sich an die gesetzlichen Vorgaben und Regelungen halten, heißt es auf Nachfrage unserer Redaktion. Und weiter: „Die Messe hat kein Recht, dies zu prüfen, dies ist allein Angelegenheit der zuständigen Behörden, in diesem Fall des Veterinäramts.“

Wenn es nach Peta geht, sollten zumindest die Tierschauen sowie Wettkämpfe unterlassen werden. Es wäre nicht der erste Fall, dass ein Wettkampf gestrichen wird, wie die Messe Stuttgart selbst berichtet: „Aufgrund einer Gesetzesänderung dürfen beispielsweise bestimmte Hunderassen wie Bulldoggen oder Möpse nicht mehr an kompetitiven Veranstaltungen teilnehmen. Aus diesem Grund haben wir das frühere Mops-Rennen aus dem Programm genommen.“

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