Anthony Losilla vom VfL Bochum Warten lohnt sich

Bochums Kapitän Anthony Losilla bejubelt seinen Siegtreffer in Fürth. Foto: imago//Frank Hoermann
Bochums Kapitän Anthony Losilla bejubelt seinen Siegtreffer in Fürth. Foto: imago//Frank Hoermann

Warum sich warten manchmal lohnt, zeigt das Beispiel des Anthony Losilla vom VfL Bochum. Vielleicht macht ausgerechnet der Siegtorschütze des Kellerduells der abgeschlagenen SpVgg Greuther Fürth Hoffnung.

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Höher, schneller, jünger! Der Jugendwahn greift in allen Bereichen des Lebens um sich und macht auch vor der Bundesliga nicht halt. Profi mit 17, Nationalspieler mit 18 – nichts Ungewöhnliches mehr. Julian Nagelsmann gilt längst als erfahrener Bundesliga-Coach. Zur Erinnerung: Der Mann ist 34. Steht noch immer voll im Saft, hätte man früher gesagt – und damit einen Spieler gemeint.

25,4 Jahre beträgt aktuell der historisch niedrige Altersschnitt in der Bundesliga. Womit wir zu Anthony Losilla kommen. Der Kapitän des VfL Bochum steht mit seinen 35 Jahren kurz vor dem Renteneintritt. Am Samstag hatte er doppelten Grund zur Freude. Beim 1:0-Sieg seiner Mannschaft im Aufsteigerduell bei der SpVgg Greuther Fürth gelang dem Franzosen der goldene Treffer. Es war zugleich sein erstes Tor im Fußball-Oberhaus. Ein Moment, auf den Losilla 288 Spiele in der zweiten Liga und zuvor 70 in der französischen Ligue 2 warten musste.

Erstes Bundesligator mit 35

Warten muss deshalb weiterhin die SpVgg Greuther Fürth: Auf den ersten Sieg in dieser Saison und auf den ersten Bundesliga-Heimsieg überhaupt. In ihrem ersten Bundesliga-Jahr 2013/14 blieben die Kleeblätter in allen 17 Heimspielen sieglos. Nun setzt sich die Serie auch nach acht Spieltagen der Saison 2021/22 fort. Trotz nur eines mickrigen Punktes haben die Franken die Ruhe weg. „Wir werden jetzt nicht unruhig“, gab Trainer Stefan Leitl zu Protokoll. „Wir werden weiter kämpfen, um den großen Traum zu verwirklichen.“

Fürther Seuchen-Serie

Die Statistik macht aber nur wenig Hoffnung. Drei Vereine starteten vor den Fürthern schon mal jeweils mit nur einem Zähler aus acht Spieltagen – am Ende stiegen sie alle ab. Wahrscheinlicher als der Klassenverbleib erscheint zumindest die Aussicht auf den ersten Heimsieg. Liebe Fürther, denkt einfach an Anthony Losilla! Manchmal dauert es eben etwas länger.




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