Antirassismus-Demo in Stuttgart Wieder Tausende zu Black-lives-matter-Demo erwartet

Am Wochenende findet die Black-Lives-Matter-Demo auf dem Wasen statt. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Am Wochenende findet die Black-Lives-Matter-Demo auf dem Wasen statt. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Nach dem großen Andrang am vergangenen Wochenende zieht die Black-lives-matter-Bewegung dieses Mal auf den Cannstatter Wasen.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Stuttgart - Noch immer sind die Frauen und Männer, die „Black lives matter“ nach Stuttgart brachten, ganz überwältigt vom großen Zuspruch bei der ersten Demo, der auch Probleme mit sich brachte. Statt ein paar Hundert kamen Tausende zur Demo gegen Rassismus. Damit war es schwierig, die zum Schutz vor Infektionen geltenden Mindestabstandsregeln einzuhalten. Bei der zweiten Auflage am Samstag zieht die Bewegung deshalb um: Statt im Schlossgarten verbreiten sie ab 12.30 Uhr ihre Botschaften auf dem Wasen in Bad Cannstatt.

Stadt rechnet mit 4000 Teilnehmern

Mit Vertretern des Ordnungsamtes und der Polizei wurde ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Die Stadt betont, dass bei der Anfahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln die Maskenpflicht einzuhalten ist. Die Veranstaltenden rufen auch dazu auf, während der Kundgebung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sicher ist sicher. Die Versammlungsfläche sei so groß, dass 5000 Menschen mit ausreichend Abstand dort stehen können, sagt eine Sprecherin der Stadt. Man gehe davon aus, dass die angemeldete Zahl von 4000 Teilnehmern realistisch sei. Wenn mehr kommen, würde man Ausweichflächen in der Nähe ausweisen. Pro zehn Teilnehmenden muss ein Ordner eingesetzt werden.

Die Polizei bereitet sich nicht nur auf die Begleitung und den Schutz der Kundgebung vor. „Wir werden mehr Kräfte im Einsatz haben als vergangene Woche, auch zwei Wasserwerfer stehen bereit“, kündigt der Polizeisprecher Stefan Keilbach an. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten aber weniger den Demonstrierenden bei der „Black lives matter“-Veranstaltung. Die Polizei vermutet, dass wie in der vergangenen Woche Gruppen des linken Spektrums die Demo zum Anlass nehmen könnten, sich gegen die Polizei zu stellen. So waren Beamte vergangene Woche beworfen worden, als sie einen Mann festnahmen, der dunkle Haut hatte – das Demoteam hatte die Polizei geholt, weil der Mann betrunken randaliert hatte.




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