Artenschutz der Wilhelma Begeisterung über Nashorn-Nachwuchs
Die Wilhelma unterstützt Artenschutz-Projekte auf Sumatra. Jetzt ist dort ein kleines Rhinozeros geboren worden.
Die Wilhelma unterstützt Artenschutz-Projekte auf Sumatra. Jetzt ist dort ein kleines Rhinozeros geboren worden.
Im Waykambas Nationalpark auf Sumatra wurde Ende September ein Nashornbaby geboren – was nicht nur in Indonesien, sondern auch in der Wilhelma große Freude ausgelöst hat. Denn das Sumatra-Nashorn gehört zu den meistbedrohten großen Säugetieren der Erde. Der weltweite Bestand dieser Rhinozeros-Art wird von der Organisation „Save the Rhino“ auf nur noch 34 bis 47 Tiere geschätzt. Einige davon leben im Waykambas Nationalpark und dem angeschlossenen Sumatran Rhino Sanctuary (SRS), das 1997 eingerichtet wurde.
Das besondere dieser Geburt: das weibliche Kalb ist das vierte Nashornbaby, das in dem gut bewachten Schutzgebiet zur Welt kam – und das siebte überhaupt, das in menschlicher Obhut geboren wurde, meldet die Wilhelma. Das noch namenlose Nashorn-Mädchen ist das dritte Jungtier von Nashorn-Weibchen Ratu, die bereits 2012 und 2016 im Sanctuary je ein Kalb geboren hat. Auch die Geschäftsführerin des Projekts „Save the Rhino“ freut sich, wie es in einer Mitteilung der Wilhelma heißt: „Wir sind begeistert über diese positive Nachricht. Mit den wenigen verbliebenen Tieren, die in kleinen, isolierten Gebieten leben, sind die Sumatra-Nashörner in großer Gefahr. Wir versuchen alles, um die Populationen zu erhalten und weiter aufzubauen, doch das braucht viel Zeit.“
Seit gut 20 Jahren unterstützt „Save the Rhino“ mit der International Rhino Foundation (IRF) Organisationen, Gemeinden und das indonesische Ministerium für Umwelt und Forstwirtschaft in dem Bestreben, den Sumatra-Nashörnern im Nationalpark und dem Sanctuary eine sichere Heimat zu bieten. Auch die Wilhelma setzt sich seit 2005 für den Schutz der urtümlichen Riesen ein. Der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart ist seit 2019 strategischer Partner der International Rhino Foundation.
In den vergangenen vier Jahren flossen 100 000 Euro aus dem Artenschutz-Euro der Wilhelma in den Ausbau der Zucht- und Forschungsstation im Waykambas Nationalpark. Der Wilhelma-Beitrag wurde dafür eingesetzt, das Sanctuary zu vergrößern, und er hilft, die Betriebskosten des Parks zu decken.
Sumatra-Nashörner waren einst in großen Teilen Südostasiens beheimatet, heute kommen sie nur noch in kleinen Gebieten auf Sumatra und Borneo vor. Ihr Bestand ist nicht nur durch Wilderei und Landverlust bedroht, sondern auch aufgrund ihrer geringen Anzahl und ihrer niedrigen Geburtenrate. So werden Nashorn-Schutzeinheiten von den Partnern finanziert, die die in der Wildnis lebenden Tiere aufspüren, um sie zu schützen.