Ausbau der B 27 auf den Fildern Reicht eine dritte Spur in Richtung Stuttgart?

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Filderstadts Grüne bringen eine weitere Variante für die B 27 ins Spiel. Eine dritte Spur in Richtung Stuttgart könnte das Stauproblem beseitigen.

Eine neue Variante für den Ausbau der B 27 liefern die Grünen. Foto: Norbert J. Leven
Eine neue Variante für den Ausbau der B 27 liefern die Grünen. Foto: Norbert J. Leven

Filder - Zur Behebung der täglichen Staus auf der B 27 liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch. Filderstädter Grüne stellen die Variante zur Diskussion, die bisher vierspurig ausgebaute Bundesstraße zwischen Aich und dem Echterdinger Ei nur in Richtung Stuttgart um eine weitere Fahrspur zu ergänzen. Hintergrund dieser Überlegung sei, dass die Störungen hauptsächlich den morgendlichen Berufsverkehr beträfen, sagt der Fraktionsvorsitzende Matthias Gastel auf Anfrage. Die bekannte Folge: Wegen der Stockungen verlassen zahlreiche Autofahrer bereits an der Ausfahrt Bonlanden die B 27 und fahren durch Bernhausen nach Stuttgart und durch Sielmingen in Richtung Neckartal. In der umgekehrten Richtung sei dieses Phänomen eher nicht zu beobachten.

Abends kommt es jedoch vor allem zwischen dem Echterdinger Ei und dem Flughafentunnel ebenso häufig zu Staus. Dort treffen die Verkehrsströme von der Autobahn und der B 27 aufeinander. Ausweichverkehr nimmt dann oft die Route über die Esslinger Straße in Echterdingen und die Landesstraße in Richtung Bernhausen zur Auffahrt auf die B 27 in Stetten.

Ministerium soll prüfen

Die Grünen gehen davon aus, dass der Bau einer zusätzlichen Fahrspur an der B 27 weniger kostet als zwei. Deshalb würde sich die Kosten-Nutzen-Berechnung verbessern, die das Land zurzeit bei der Einstufung auf einer Liste für den Bundesverkehrswegeplan vornimmt. „Wir würden uns wünschen, dass diese Variante vom Ministerium mitgeprüft wird“, sagt Gastel. Für den Kommunalpolitiker, der in drei Wochen voraussichtlich über die Landesliste in den Bundestag einziehen wird, ist das Thema damit nicht beendet: „Ich nehme meine B 27-Akte mit nach Berlin.“