Ausbildungsmarkt im Rems-Murr-Kreis Knapp 400 offene Stellen

Von fro 

Noch ist es nicht zu spät für einen Ausbildungsplatz. Wer nicht nur auf den vermeintlichen Traumberuf schielt, dem kann die Arbeitsagentur noch eine Lehrstelle vermitteln.

Im Metzgerhandwerk beispielsweise werden noch Nachwuchskräfte gesucht, Foto: dpa/Sven Hoppe
Im Metzgerhandwerk beispielsweise werden noch Nachwuchskräfte gesucht, Foto: dpa/Sven Hoppe

Rems-Murr-Kreis - Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich immer mehr in Richtung Bewerbermarkt“, sagt die Leiterin der Waiblinger Arbeitsagentur, Christine Käferle. Zwar lag die Zahl jener jungen Leute, die in diesem Jahr im Rems-Murr-Kreis Interesse an einer Lehrstelle angemeldet haben, mit 3223 höher als die von den Betrieben angebotenen 2737 Lehrstellen. Aber nicht jede Suchanfrage wird letztlich auch in die Tat umgesetzt. Mehr als 20 Prozent der Interessenten entschieden sich etwa für einen weiteren Schulbesuch, ein Studium oder ein Praktikum. Zudem gibt es im Rems-Murr-Kreis traditionell auch Nachfragen aus Nachbarlandkreisen und der Landeshauptstadt.

In verschiedenen Bereichen werden noch Azubis gesucht

Dennoch konnten bis Ende September nicht alle von den Betrieben gemeldeten Ausbildungsstellen besetzt werden. Für 390 Angebote – überwiegend aus den Bereichen Produktion, Handel, Versicherungs- und Finanzdienstleistungen sowie verschiedene Berufe des Handwerks – konnten bisher noch keine Azubis gefunden werden.

Christine Käferle führt das unter anderem darauf zurück, dass sich die Berufswünsche der Jugendlichen und die Anforderungen der Betriebe oft nicht deckten. Die Top-Ten-Liste der beliebtesten Ausbildungsberufe sei seit Jahren nahezu unverändert und werde von kaufmännischen Berufen angeführt. Erhebliche Schwierigkeiten, Nachwuchs zu finden, hätten hingegen – ebenfalls schon traditionell – Berufe im Lebensmittelhandwerk und im Einzelhandel.

Hotline für Spätentschiedene

Auch wenn das neue Lehrjahr bereits im September begonnen hat, sei der Einstieg noch möglich. Interessenten sollten aber möglichst rasch einen Termin bei der Berufsberatung ausmachen, um sich über ihre Möglichkeiten klar zu werden, rät Christine Käferle. Die Arbeitsagentur hat dafür eigens die Telefonhotline 08 00 / 4 55 55 00 geschaltet.