Australian Open in Melbourne Buschfeuer sorgen für Atemnot bei Tennisspielern

Der spanische Tennisprofi Rafael Nadal trainiert für die Australian Open. Der Beginn des Grand-Slam-Turniers ist am Montag. Zuvor finden die Qualifikationsrunden statt. Foto: AFP/ASANKA BRENDON RATNAYAKE 9 Bilder
Der spanische Tennisprofi Rafael Nadal trainiert für die Australian Open. Der Beginn des Grand-Slam-Turniers ist am Montag. Zuvor finden die Qualifikationsrunden statt. Foto: AFP/ASANKA BRENDON RATNAYAKE

Die Buschfeuer Australiens haben schon verheerende Schäden angerichtet und dutzende Todesopfer gefordert, doch auch das Tennisturnier Australian Open wird in Mitleidenschaft gezogen: Mehrere Spieler klagen über Atemprobleme.

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Melbourne/Canberra - In den australischen Brandgebieten geht der Kampf gegen die Flammen weiter. In der Küstenstadt Melbourne war am Mittwoch die Luft durch den Rauch so schlecht, dass sich Spiele der Qualifikationsrunde beim Tennisturnier Australian Open erneut verzögerten.

Beim Tennisturnier in Melbourne versicherten die Organisatoren, die Luftbedingungen würden laufend kontrolliert. Weitere Entscheidungen würden nach Rücksprache mit Medizinern, Wetterexperten und Umweltschutzbehörden getroffen.

Spielerin erleidet Hustenanfall

Wegen des Rauchs hatten sich schon am Vortag die ersten Spiele in der Qualifikationsrunde der Australian Open verzögert. Eine Tennisspielerin gab nach einem Hustenanfall auf und wurde von einer Betreuerin vom Platz geführt. Sie war nicht der einzige Tennisprofi, der in Melbourne über Atemprobleme klagte - weshalb sich die Organisatoren heftiger Kritik von Spielerinnen und Spielern ausgesetzt sahen. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres soll am 20. Januar beginnen.

In Melbourne erreichte die Luftqualität rekordverdächtig miese Werte: Nach Angaben der zuständigen Gesundheitsbehörde wurden am Dienstag nirgendwo sonst in der Welt schlechtere Luftwerte gemessen. Mittwochmittag (Ortszeit) war die Luftqualität dann immerhin „mäßig“.

Wettervorhersage Regen lässt hoffen

In der zweitgrößten Stadt des Landes meldeten sich am Morgen mehr als 100 Menschen wegen Atembeschwerden bei der Notfallambulanz. Am Flughafen gab es Verspätungen.

Später sollte es etwas kühler werden und regnen. Laut dem Wetteramt würden Gewitter gegen den Rauch in Melbourne helfen, aber sie könnten in den abgebrannten Gebieten auch Erdrutsche auslösen.

Seit Monaten wüten vor allem im Südosten Australiens heftige Buschbrände, nach Angaben der Regierung starben 28 Menschen. Allein im Bundesstaat Victoria, dessen Hauptstadt Melbourne ist, sind noch 1500 Feuerwehrleute im Einsatz.

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