Auszeichnungen für Burg Staufeneck Aufwärtstrend dank neuem Konzept

Die „Burgherren“ von Staufeneck, Klaus Schurr (links) und Rolf Straubinger, freuen sich über hochrangige Auszeichnungen für Hotel und Restaurant Foto: Giacinto Carlucci

Die Neuausrichtung von Burg Staufeneck scheint sich auszuzahlen: Das gutbürgerliche „Oifach andersch“ und die Gourmetadresse „Fine Dining RS“ sind stark nachgefragt. So bescheren Top-Bewertungen für Restaurant und Hotel trotz Lockdown ein versöhnliches Jahresende.

Salach - Nach einem Jahr, in dem die großen Firmen in der Region ihre Ausgaben kürzten und davon auch das Catering der Burg Staufeneck betroffen war, in dem der Seniorchef starb, der Corona-Lockdown zur Schließung zwang und die Versicherung nicht einsprang, scheint es für die Burgherren in Salach nun ein versöhnliches Ende des Jahres zu geben – trotz zweiter Gastronomieschließungen und der schleppenden Zahlung der Novemberhilfen.

 

Der Restaurantführer Gault Millau bewertet das Gourmetrestaurant Fine Dining RS mit 17 von 20 Punkten, und ordnet es damit der folgenden Kategorie zu: „Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung.“ Damit setzt sich der Aufwärtstrend des letzten Jahres fort. Für Klaus Schurr und Rolf Straubinger ist es die Bestätigung, dass die Neuausrichtung von Staufeneck mit der Trennung in „Oifach andersch“ und „Fine Dining RS“ richtig war. Auch betriebswirtschaftlich sei dieser Weg richtig gewesen, sagen die Burgherren.

In Salach stemmte man sich gegen den Trend

Am Ende eines schwierigen ersten Jahres können sie feststellen: Durch die bewusste Etablierung eines ausgesprochenen Gourmetrestaurants wurde der Weg gegen den Trend erfolgreich eingeschlagen. Beide Restaurants seien stets ausgebucht, das gutbürgerliche „Oifach andersch“ sogar in zwei Schichten – wenn denn geöffnet ist. Auch das Interesse an der neuen Außenlocation „Greenhouse 55“ in Eislingen sei hoch. Das neue touristische Konzept habe sich hinsichtlich des Hotelbetriebes ebenfalls bewährt.

Daneben gab es Spitzenbewertungen in weiteren Gourmetführern. Und doch scheint dies alles nur der Aperitif für das zu sein, was Ende Februar 2021 erwartet wird: Die Bewertung durch den Guide Michelin. „Es ist angerichtet für mehr“, hatte Gourmetkoch Rolf Straubinger bereits im März kurz nach Bekanntgabe der Sternenpause wegen der Neukonzeptionierung gesagt. Zusammen mit dem Küchenchef Markus Waibel, der Restaurantleiterin Jaqueline Salzmann, dem Chef-Sommelier Markus Canestrini sowie den Kräften aus Küche und Service wolle man das Bestmögliche erreichen. Produkt, Geschmack, Präsentation, Kreativität – in dieser Reihenfolge setzt Straubinger die Prioritäten. „17 Punkte im ersten, diesem besonderen Jahr, machen uns alle sehr stolz“.

Auch der Gesamteindruck ist wichtig

Wie aber ist es im Lockdown möglich, Restaurants zu bewerten? Rolf Straubinger erinnert sich noch genau an den Tag kurz vor Beginn seines Urlaubs im August – damals war offen. Nach dem Essen und Bezahlen kam der Tester erneut ins Restaurant und gab sich nicht nur zu erkennen, sondern warf auch einen Blick hinter die Kulissen inklusive eines Gangs über die Burganlage und in die Sky View Bar.

Denn es zählt auch der Gesamteindruck. Dazu gehört das Hotel unter der Leitung von Klaus Schurr, das nach der von der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) ausgelobten Auszeichnung als Hotelier des Jahres 2011 nun in das erstmals erstellte Ranking der 101 besten Hotels in Deutschland gelistet wurde. Unter 11 000 Hotels in der Bundesrepublik hat Staufeneck diesen Sprung geschafft. Das maßgeblich von Handelsblatt und AHGZ getragene Ranking kombiniert objektive Qualitätsmaßstäbe mit individuell empfundener Kundenzufriedenheit. „Für unser Haus ist das Weltklasse”, freut sich Schurr. Auch das Hotel litt bereits vor dem harten Lockdown unter den Corona-Beschränkungen. So waren Anfang Dezember fünf von 45 Zimmern belegt. Im Restaurant gibt es dagegen wieder Mitnahmegerichte. Für Weihnachten und Silvester haben sich Straubinger und sein Team ein paar Menüs einfallen lassen: „Von Fleischküchla bis Kaviar“.

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