Autofahren im Winter So verhalten Sie sich bei Schnee und Eisglätte richtig

Von Sandra Schumacher 

Wenn es draußen friert und schneit, kann das Autofahren schnell zu einer gefährlichen Rutschpartie werden. Wir geben ein paar Tipps, wie Sie sicher durch den Winter kommen.

Mit diesen Tipps kommen Autofahrer auch im Winter sicher an. (Symbolbild). Foto: dpa 8 Bilder
Mit diesen Tipps kommen Autofahrer auch im Winter sicher an. (Symbolbild). Foto: dpa

Stuttgart - Hübsch sieht es ja schon aus, wenn die Straßen im Winter wieder zu glitzern anfangen. Für Autofahrer kann das aber trotz Winterreifen und frei gekratzter Scheiben ganz schön gefährlich werden. Wir haben ein paar Tipps, wie Sie sich bei Schnee und Eisglätte verhalten sollten.

Frühzeitig losfahren: Wegen Schnee und Glatteis kommt es gerade im Berufsverkehr häufig zu Behinderungen. Daher sollten Autofahrer für den Weg zur Arbeit entsprechend mehr Zeit einplanen. Wer unter Zeitdruck steht, begeht häufiger Fehler, mahnt das Internetportal wetter.de.

Schuhe abklopfen und Winterjacke ausziehen

Auf die richtige Kleidung kommt es an: Schnee unter den Schuhen kann dazu führen, dass man von den Pedalen abrutscht. Bevor es losgeht, sollte man ihn also abklopfen. Auch die dicke Winterjacke sollte beim Fahren beiseite gelegt werden. Sie kann den Wirkungsgrad des Sicherheitsgurtes beeinträchtigen.

Die Bremsprobe: Ist man sich nicht sicher, ob es glatt ist oder nicht, hilft die bewährte Bremsprobe. Die sollte aber ausschließlich auf freier Strecke und bei langsamer Fahrt durchgeführt werden. Dabei bekommt der Autofahrer gegebenenfalls auch ein Gefühl dafür, wie sich der Bremsweg durch die Glätte verändert.

Untertourig und vorausschauend fahren: Schaltet man frühzeitig einen Gang hoch, haben die Reifen einen besseren Halt auf der Straße, sagt der ADAC. Gerät man schon beim Anfahren ins Schlingern, sollte man es im zweiten Gang versuchen. Außerdem sollten Autofahrer auf ruckartige Lenkbewegungen sowie plötzliches Beschleunigen oder Bremsen verzichten. Um Unfälle zu vermeiden, sollte ein Mindestabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug von einem halben Tachostand gehalten werden.

Was tun, wenn das Auto ins Schlingern kommt?

Besser auf den Hauptstraßen bleiben: Da der Winterdienst auf großen und viel befahrenen Straßen meist schon frühzeitig räumt und streut, sollten Autofahrer im Winter Schleichwege und Straßen in Wohngebieten meiden. Wer unterwegs einem Räumfahrzeug begegnet, sollte es nicht überholen und stattdessen lieber auf der frisch enteisten Fahrbahn bleiben.

Wenn das Auto doch mal rutscht: Kommt das Auto trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ins Schleudern, sollte man den Gang rausnehmen und gegenlenken. Reagiert das Auto trotzdem nicht, hilft nur noch eine Vollbremsung. Wer ohne Antiblockiersystem (ABS) unterwegs ist, muss auf glatter Fahrbahn auskuppeln und vorsichtig bremsen. Bricht das Auto aus, muss der Fahrer den Fuß schnell von der Bremse nehmen und gegenlenken. Ist das Auto mit ABS ausgestattet, kann während des Lenkens auch gebremst werden. Dabei sollte der Fahrer das Pedal fest durchdrücken und nicht erschrecken, wenn es anfängt zu ruckeln. Denn dann arbeitet das System laut dem Internetportal meinauto.de richtig.

Das verbirgt sich hinter Glatteis, Blitzeis und Co.

Glatteis, Blitzeis und Co.: Schwanken die Temperaturen rund um den Gefrierpunkt, gibt es häufig Glätte-Warnungen. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Glatteis, Blitzeis und Co.?

Meteorologen unterscheiden laut Unwetterzentrale zwischen vier Arten der Glätte. Die bekannteste ist wohl die Schneeglätte, bei der die winterlichen Flocken die Straßen in Schlinderbahnen verwandeln. Das so genannte Glatteis entsteht, wenn Regen auf einen zuvor gefrorenen Straßenbelag fällt und eine Eisschicht bildet. Eine besondere Form des Glatteises ist der Eisregen. Dabei gefriert der Regen bereits vor dem Auftreffen auf die Fahrbahn zu Eiskörnern, die auf der Straße zu einer rauheren, aber dennoch glatten Eisschicht werden.

Von Glätte durch gefrierende Nässe spricht man, wenn die Fahrbahn bereits nass ist und aufgrund schnell absinkender Temperaturen Eis entsteht. Bei Reifglätte gefriert der Tau auf den Straßen. Diese Form tritt zumeist nur örtlich eng begrenzt auf einzelnen Wegstrecken oder Brücken auf.

Blitzeis ist übrigens kein meteorologischer Fachbegriff. Er wird häufig von den Medien verwendet, obwohl es sich um Glatteis handelt.