Autozulieferer ZF Zwei Jahre Sicherheit für Mitarbeiter in Deutschland

Von red/dpa 

Leichtes Aufatmen beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen: Management, Gesamtbetriebsrat und die IG Metall haben sich am Freitag auf einen Tarifvertrag geeinigt. Die Tarifbeschäftigten sind damit bis Ende 2022 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt.

Der Autozulieferer ZF befindet sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Foto: dpa/Felix Kästle
Der Autozulieferer ZF befindet sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Foto: dpa/Felix Kästle

Friedrichshafen - Die rund 50 000 Tarifbeschäftigten beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen sind bis Ende 2022 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Management, Gesamtbetriebsrat und die IG Metall einigten sich auf einen entsprechenden Tarifvertrag, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Stellen können in Deutschland aber trotzdem gestrichen werden, etwa über Abfindungen oder Altersteilzeitregelungen.

Personalvorständin Sabine Jaskula sagte: „Die neue Vereinbarung gibt uns die nötige Flexibilität, um unsere Kapazitäten schnell und sozialverträglich an die dauerhaft gesunkene Nachfrage aus dem Markt anzupassen.“ Angaben über eine mögliche Höhe eines Stellenabbaus machte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage nicht. ZF will früheren Angaben zufolge in den nächsten Jahren bis zu 15 000 Stellen weltweit streichen, die Hälfte davon in Deutschland.

Wegen des Umbruchs in der Autoindustrie sowie der Corona-Krise befindet sich das Stiftungsunternehmen mit Sitz am Bodensee wie andere Zulieferer auch in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und muss die Kosten senken. Bei einer weiterhin schwachen Nachfrage können die Arbeitszeiten um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Der Tarifvertrag sieht auch vor, dass alle deutschen ZF-Standorte bis Ende 2022 erhalten bleiben. Schließungen für die Zeit danach sind aber nicht ausgeschlossen. Zugleich verzichten die Beschäftigten im laufenden Jahr einmalig auf eine Sonderzahlung in Höhe von 400 Euro.

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