Babys in Deutschland Bundesregierung will Bedingungen für das Stillen verbessern

Die Bundesregierung will die öffentliche Akzeptanz des Stillens erhöhen. (Symbolbild) Foto: imago images/Westend61/Albert Martinez via www.imago-images.de
Die Bundesregierung will die öffentliche Akzeptanz des Stillens erhöhen. (Symbolbild) Foto: imago images/Westend61/Albert Martinez via www.imago-images.de

Mit einer nationalen Stillstrategie will die Bundesregierung Müttern das Stillen von Kindern erleichtern. Gestillte Kinder seien später als Erwachsene oft gesünder, heißt es in dem Papier.

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Berlin - Muttermilch ist die optimale Ernährung für Säuglinge - durch eine nationale Strategie will die Bundesregierung nun die Bedingungen für das Stillen in Deutschland verbessern. Gestillte Kinder seien im späteren Kindes- oder Erwachsenenalter etwa deutlich seltener übergewichtig und litten weniger häufig an Diabetes Typ, heißt es in der am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Nationalen Stillstrategie. 

Ziel der Initiative ist es, die Rahmenbedingungen für das Stillen zu verbessern sowie die Akzeptanz der Öffentlichkeit für das Stillen und die Motivation zum Stillen in Deutschland zu erhöhen. In dem Beschluss wird auch darauf verwiesen, dass bei Müttern das Risiko für Krebserkrankungen der Brust, der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut sinke. Ebenso reduziere sich das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken. 

Stillen als Selbstverständlichkeit

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte: „Für Mütter muss es selbstverständlich sein können, ihre Kinder zu stillen. Dafür wollen wir Verständnis und Räume schaffen.“ Stillen fördere die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Mit der Nationalen Stillstrategie solle erreicht werden, „dass Mütter die nötige Unterstützung dafür erhalten.“

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) erklärte, Stillen solle auch im öffentlichen Raum unterstützt werden. „Wichtig ist, dabei keinen Druck auf Mütter auszuüben. Jede Mutter solle ihr Kind so versorgen können, wie es für sie und ihr Baby am besten sei. „Natürlich muss das auch für erwerbstätige Mütter gelten.“ Den Müttern müsse nicht nur das Stillen im Berufsalltag ermöglicht werden, sie müssten auch Anspruch auf eine stillfreundliche Umgebung haben.

Ernährung in der frühkindlichen Phase

Die Nationale Stillstrategie soll unter anderem Arbeitgeber und Einrichtungen dabei unterstützen, entsprechende Veränderungen zu schaffen, fügte Lambrecht hinzu. „Es geht darum, dass Stillrechte nicht nur theoretisch bestehen, sondern auch von jeder Mutter gelebt werden können.“

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) erklärte, sie wolle eine ausgewogene Ernährung in allen Lebensphasen unterstützen. Dabei komme dem Stillen eine besondere Bedeutung zu. „Die ersten 1000 Tage im Leben sind daher ein Schwerpunkt meiner Ernährungspolitik.“ 

Die Nationale Strategie beruht auf Empfehlungen, die Vertreterinnen und Vertreter von Berufs- und Fachverbänden, öffentlichen Institutionen, der Länder, kommunaler Spitzenverbände, Krankenkassen, medizinischer Fakultäten und Kliniken sowie der Nationalen Stillkommission erarbeitet haben. 




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