Bad Krozingen Mann nach Axt-Attacke festgenommen

  Foto: dpa
  Foto: dpa

Ein Familienvater aus Baden-Württemberg tötet seine Ehefrau und attackiert den neuen Freund mit einer Axt. Später steckte er die Wohnung in Brand. 16 Stunden nach der Tat konnte er festgenommen werden.

Bad Krozingen - Er soll seine Ehefrau getötet und deren Freund mit einer Axt und einem Messer angegriffen haben. Nach einem Beziehungsdrama in Baden-Württemberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 32 Jahre alte Familienvater sei 16 Stunden nach der Bluttat in Bad Krozingen durch einen Zeugenhinweis von Polizeibeamten im nahen Freiburg entdeckt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mit.

Er stehe im dringenden Verdacht, am Freitagabend seine 48-jährige Ehefrau getötet zu haben. Zudem habe er deren neuen Freund mit einer Axt angegriffen und schwer verletzt. Das Opfer liegt mit Verdacht auf Schädelbruch im Krankenhaus.

Den Angaben zufolge steckte der Verdächtige nach der Tat die Wohnung in Brand und flüchtete. Bei der Brandstiftung verletzte er sich im Gesicht und an den Händen. Er wurde nach der Festnahme ins Krankenhaus gebracht.

Unter einer Treppe versteckt

„Gegenüber den Ermittlern hat er sich nicht geäußert“, sagte der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Bernd Belle. „Er hat sich ohne Widerstand festnehmen lassen.“ Als Polizisten ihn fanden, versteckte er sich in einem Freiburger Mehrfamilienhaus unter einer Treppe.

„Als Tatmotiv gehen wir von Ehestreitigkeiten aus“, sagte Belle. Das Paar lebte seit rund einem halben Jahr getrennt. Es hatte 2003 geheiratet. Die Frau hinterlässt drei Kinder.

Attacke mit einer Axt

Zum Zeitpunkt des Angriffs waren den Angaben zufolge auch eine 27 Jahre alte Nachbarin und ihr vierjähriges Kind in der Wohnung. Sie konnten sich unverletzt retten.„Dem Verdächtigen werden drei schwerwiegende Verbrechen vorgeworfen“, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier. Es gehe um versuchten Mord durch die Attacke mit der Axt, um die Tötung eines Menschen sowie um schwere Brandstiftung. Vorbestraft ist der Mann den Angaben zufolge nicht. Er lebte zuletzt in Offenburg und war arbeitslos. Zuvor war er Arbeiter in einem Metallbetrieb.

„Wir sind sehr betroffen von dieser Tat, die wir alle nicht nachvollziehen können und die uns nachdenken lässt“, sagte der Bürgermeister von Bad Krozingen, Ekkehart Meroth. Das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Wohnung befand, sei nach dem Feuer vorerst nicht bewohnbar. Den betroffenen Bewohnern und den drei hinterbliebenen Kindern werde durch die Stadt geholfen.

Unsere Empfehlung für Sie