Baden-württembergische Landesregierung setzt Zeichen Regenbogen-Fahne weht vor dem Neuen Schloss in Stuttgart

Regenbogen-Fahnen vor dem Neuen Schloss in Stuttgart. Foto: LICHTGUT/Leif Piechowski/Leif Piechowski
Regenbogen-Fahnen vor dem Neuen Schloss in Stuttgart. Foto: LICHTGUT/Leif Piechowski/Leif Piechowski

Die Landesregierung um Ministerpräsident Winfried Kretschmann will in der Debatte um die verbotene Regenbogen-Beleuchtung des Münchner Stadions ein Zeichen setzen – und hisst - auf dem Neuen Schloss in Stuttgart die Regenbogenfahne.

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Stuttgart - In der Debatte um die von der UEFA nicht genehmigte Regenbogen-Beleuchtung des Münchner Stadions will auch die baden-württembergische Landesregierung ein Zeichen setzen. „Ich bedaure die Haltung und die Entscheidung der UEFA außerordentlich“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. „Ich finde sie unangemessen und aus der Zeit gefallen.“ Er freue sich auf das EM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ungarn. „Um zu zeigen, dass wir uns in der Zeit befinden, werden wir heute auf dem Schloss die Regenbogenfahne hissen.“

Die UEFA hatte am Dienstag den Antrag der Stadt München abgelehnt, die Arena für das finale Vorrundenspiel an diesem Mittwoch in Regenbogenfarben leuchten zu lassen und war daraufhin massiv kritisiert worden. Hintergrund des Antrags ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt worden war.

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Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

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