Bäderbetriebe Stuttgart Mit Ausbildung dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Mitarbeitende der Bäderbetrieb haben im Vaihinger Freibad die neuen Auszubildenden (erste Reihe) begrüßt. Foto: Alexandra Kratz

Die Bäderbetriebe haben im Freibad Rosental offiziell ihre neuen Auszubildenden begrüßt. Kann das den Saisonkräftemangel lindern?

Familie/Bildung/Soziales: Alexandra Kratz (atz)

Das Wetter machte keine Lust auf Freibad. Aus den dunklen Wolken tröpfelte es immer wieder. Nahe dem Eingang kam eine Gruppe junger Menschen zusammen. Aber nicht, um bei den gemäßigten Temperaturen den Sprung ins kühle Nass zu wagen, sondern um einen wichtigen Schritt zu gehen. Denn die Stuttgarter Bäderbetriebe begrüßten an diesem Freitagnachmittag Vaihinger im Freibad Rosental offiziell ihre neuen Auszubildenden. Insgesamt sind es fünf Männer, die ihren Weg zum Fachangestellten für Bäderbetriebe antreten. Zwei weitere beginnen eine Ausbildung zum Mechatroniker.

 

Damit konnten die Bäderbetriebe nicht alle ausgeschriebenen Lehrstellen besetzen. „Wir können noch mindestens zwei Plätze anbieten“, sagte Kerstin Fuchs. Sie ist die Ausbildungsleiterin bei den Bäderbetrieben. Der Pressesprecher Jens Böhm ergänzte: „Wir möchten natürlich den Personalmangel auch damit bekämpfen, dass wir eigenen Nachwuchs ausbilden, mit dem Ziel, diesen bei guten Leistungen nach der Ausbildung dauerhaft an uns zu binden und unbefristet weiterzubeschäftigen.“

Jens Bachhuber-Aydin legte den jungen Menschen ans Herz, während der Ausbildung so viele Fragen wie möglich zu stellen, um selbst einen größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen. Die Ausbildung und auch der spätere Beruf seien sehr vielfältig, sagte der stellvertretende Personalleiter. Das bestätigt Nathanael Bordne. Der 21-Jährige beginnt demnächst sein zweites Lehrjahr. Die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe bezeichnete er „als sichere Bank“. Der Job mache Spaß, habe viel mit Menschen und Sport und ein bisschen mit Technik zu tun. Mahksum Butic beginnt demnächst seine Ausbildung. Der 24-Jährige hatte schon im vergangenen Sommer im Vaihinger Freibad gejobbt. „Ich wurde sofort gut aufgenommen und hatte viel Freude“, sagte er. Im Winter war er dann im Sportbad Neckar-Park, wo die Azubis regelmäßig trainieren. Bei ihnen habe er sich informiert, und sich dann für die Ausbildung beworben.

Derweil hoffen die Bäderbetriebe auf noch mehr Bewerbungen. Denn sie haben noch immer nicht ausreichend Aufsichtskräfte, um alle Freibäder vollumfänglich zu öffnen. Das bedeutet, dass für das Inselbad Untertürkheim weiterhin verkürzte Öffnungszeiten gelten. Das Möhringer Freibad bleibt wegen Sanierungsarbeiten ohnehin geschlossen. Nur vereinzelt würden sich Bewerberinnen und Bewerber melden, welche das bestehende Personal sinnvoll verstärken könnten, sagte Jens Böhm. Doch immerhin: „Mit der aktuellen Personalstärke gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Einschränkungen.“

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