Stadtkind Stuttgart

Bandserie IV: Heisskalt Rock mit Popappeal

Von Ina Schäfer 

In der Bandserie stellen wir alle fünf Musiker und Bands vor, die für den Mars Zukunftsaward nominiert sind. Diesmal: Heisskalt.

Bei den Konzerten der Jungs gibt’s auf die Zwölf. Foto: privat
Bei den Konzerten der Jungs gibt’s auf die Zwölf. Foto: privat

Stuttgart - Genau wie Schmutzki im vergangenen Jahr, wurde auch die Band Heisskalt erst durch den Landesbandförderpreis Play Live so richtig bekannt. Vor dem Wettbewerb im Jahr 2012 haben Matthias Bloech, Lucas Mayer, Marius Bornmann und Philipp Koch gerade mal ein Jahr zusammen Musik gemacht. Einzeln aber schon deutlich länger – in verschiedenen Bands mit Musikstilen von Postrock bis Hardcore. Da die Chemie gestimmt hat, haben die Freunde irgendwann beschlossen gemeinsam Musik zu machen. Heute ist ihre Musik vielleicht weniger hart, vor allem auf Konzerten aber gibt’s immernoch voll auf die zwölf.

Das kam gut an beim Wettbewerb und das tut es heute noch immer auf den zahlreichen Konzerten, die die Jungs spielen. Die Fangemeinde wächst stetig. Will man den Stil beschreiben, so ist es wahrscheinlich Alternative Rock mit elektronischen Elementen und deutschen Texten – letzteres für die vier Jungs ein Novum. „Den Popappeal kann man der Musik aber auch nicht absprechen“, sagt Jan-Simon Wolff.

Jan-Simon Wolff saß beim Wettbewerb in der Jury, damals war er noch bei Universal Music Publishing. Jetzt, bei Chimperator, managt er die Band. Beim bekannten Stuttgarter Indie-Label stehen sie in einer Reihe mit Musikern wie Cro oder den Orsons. Durch den Erfolg, den Heisskalt jetzt schon hat, kann keiner der vier noch einem normalen Beruf nachgehen. Matthias Bloech studiert an der Musikhochschule Gitarre, er wird sein Studium noch zu Ende bringen, Marius Bornmann und Philipp Koch aber haben das Studium schon auf Eis gelegt. Denn das Programm ist straff: von Januar dieses Jahres an sind Heisskalt mit Jennifer Rostock durch ganz Deutschland getourt, im Sommer werden rund dreißig Festivals gerockt, unter anderem das Southside und Hurricane. Am Ende des Jahres werden die Jungs aus dem Kreis Böblingen/Sindelfingen gute neunzig Mal auf der Bühne gestanden sein. Nach ihrer Debüt-EP „Mit Liebe gebraut“, soll Anfang nächsten Jahres das erste Album erscheinen. Auch daran wird derzeit fleißig getüftelt.




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