Baselitz, Richter, Polke, Kiefer in der Staatsgalerie Erstaunlich unpolitisch: Vier Malerstars in Stuttgart

Anselm Kiefer Seine Themen sind die deutsche Geschichte und der Holocaust. Die Wunden habe man „schamhaft verdeckt“, meint Anselm Kiefer und grundiert seine oft riesigen Formaten mit einem düsteren Grundtenor. Geboren wurde Kiefer 1945 in Donaueschingen, aufgewachsen ist er in Rastatt. 2008 wurde ihm als erstem bildenden Künstler, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.  Foto: dpa/Rolf Haid 4 Bilder
Anselm Kiefer Seine Themen sind die deutsche Geschichte und der Holocaust. Die Wunden habe man „schamhaft verdeckt“, meint Anselm Kiefer und grundiert seine oft riesigen Formaten mit einem düsteren Grundtenor. Geboren wurde Kiefer 1945 in Donaueschingen, aufgewachsen ist er in Rastatt. 2008 wurde ihm als erstem bildenden Künstler, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Foto: dpa/Rolf Haid

Die Staatsgalerie Stuttgart stellt vier Malerstars vor: Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer. Ihr Frühwerk aus den sechziger Jahren ist vor allem eines: erstaunlich unpolitisch.

Kultur: Adrienne Braun (adr)
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Stuttgart - Man kann bis heute viele solcher Aufnahmen in deutschen Fotoalben finden: die Familie beim Urlaub in Rimini. Vati, Mutti und Kinder einträchtig auf dem Sofa. Doch diese Deutschen, die Gerhard Richter von Fotografien abmalte, sind so fröhlich, dass man ins Grübeln kommen kann. Die Frauen im Motorboot, die Schwimmerinnen, die artig in die Kamera lachen – sie alle erzählen von einer Nation, die der Welt offenbar beweisen will, wie adrett, aufgeräumt und brav sie ist. So rein die Hemdkragen, so weiß die Weste.

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