Baubeginn „Neue Mitte Schwaikheim“ Die Hängepartie hat ein Ende

Der Grundstein ist präpariert, nun kann es in Schwaikheims Mitte losgehen. Foto: Ines Rudel
Der Grundstein ist präpariert, nun kann es in Schwaikheims Mitte losgehen. Foto: Ines Rudel

Mit 24 Millionen Euro ist die „Neue Ortsmitte Schwaikheim“ das derzeit größte Projekt der Kreisbaugesellschaft. Nach jahrelangem Hin und Her ist mit der Grundsteinlegung nun endlich der Startschuss gefallen.

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Schwaikheim - Rund 200 Gäste im Festzelt, Live-Musik und Maultaschen samt Kartoffelsalat für alle: Bei der Grundsteinlegung für die „Neue Ortsmitte Schwaikheim“ hat ein bisschen Volksfeststimmung geherrscht. Kein Wunder, schließlich wartet die Bürgerschaft schon seit Jahren darauf, dass es endlich losgeht mit dem Bau eines Lebensmittelmarkts und zahlreichen Wohnungen in zentraler Lage. Nach „nur sieben Jahren Vorlaufzeit“ lege man jetzt los, sagte Dirk Braune ironisch. Der Geschäftsführer der Kreisbaugesellschaft Waiblingen verglich wie auch der Landrat Richard Sigel das Bauvorhaben, das der Gemeinderat genau genommen bereits im Jahr 2005 beschlossen hatte und für das es zahlreiche Hürden zu nehmen galt, als „Marathonlauf“.

Ein Hindernis für eine rasche Projektabwicklung sei die Tatsache gewesen, dass die Gemeinde zunächst 35 Grundstücke aus privater Hand erwerben musste, betonte Braune. Anderswo sei die Ausgangssituation da oft einfacher, etwa, wenn durch den Wegzug einer Firma auf einen Schlag eine größere Fläche frei werde. In Schwaikheim habe man sich hingegen „einen Mosaikstein nach dem anderen“ sichern müssen.

35 Grundstücke aus privater Hand

Zu Beginn des Projekts hätten etliche Eigentümer noch in den darauf stehenden Häusern gewohnt, erzählte der Bürgermeister Gerhard Häuser, der betonte, die Gemeinde habe „ alle Grundstücke in freiwilligem Aufkauf erwerben können“. Von der Landesregierung, die bei der Feier mit Katrin Schütz, der Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vertreten war, hat die Kommune in den vergangenen Jahren 1,9 Millionen Euro erhalten. Diese seien vorwiegend in den Grundstückserwerb und den Abbruch der Häuser geflossen, erläuterte Schütz und sprach von „gut angelegtem Geld“, das dazu beitrage, den Ort „lebens- und liebenswert“ zu erhalten.

Knapp zwei Millionen Euro Landeszuschüsse

Rund 360 000 Euro aus den Landeszuschüssen würden für den Bau der „Neuen Ortsmitte“ verwendet, sagte der Bürgermeister Gerhard Häuser: hier finde ein „Nachverdichtung par excellence“ statt. Dass die Gemeinde das Potenzial für zwei Einkaufsmärkte hat, das habe schon ein Gutachten im Jahr 2004 ergeben. Doch damals habe kein Supermarktbetreiber Interesse für einen Laden im Ortskern gehabt: „Alle wollten auf die grüne Wiese.“ Das sei mittlerweile anders.

Die lange Planungsphase hat also doch auch ihr Gutes gehabt. Nach einigen Auseiandersetzungen steht inzwischen auch fest, dass Thomas Härdter, seit 22 Jahren der Betreiber des in der Bahnhofstraße angesiedelten Supermarktes, auch der Betreiber des neuen Lebensmittelmarktes sein wird. Auch der Standort in der Bahnhofstraße werde beibehalten, der Laden modernisiert, sagte Häuser.




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