Bauprojekt in Schönaich Neuer Wohnraum für rund 200 Personen
Die Böblinger Baugesellschaft plant Mehrfamilien- und Reihenhäuser in Schönaich. Der Gemeinderat hat dem Bebauungsplanentwurf zugestimmt.
Die Böblinger Baugesellschaft plant Mehrfamilien- und Reihenhäuser in Schönaich. Der Gemeinderat hat dem Bebauungsplanentwurf zugestimmt.
In Schönaich gibt es bald mehr Wohnraum: Auf dem sogenannten Tränklein-Areal sollen fünf Mehrfamilienhäuser und sechs Reihenhäuser entstehen. Baustart soll nach Angaben der Böblinger Baugesellschaft (BBG) voraussichtlich im Jahr 2025 sein. Der Schönaicher Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt. Im nächsten Schritt wird der Plan öffentlich ausgelegt. Zu den Kosten äußerte sich die BBG noch nicht.
Das 5200 Quadratmeter große Areal, das bebaut werden soll, ist von Ringstraße, Dammweg, Dachenhäuserweg und Tulpenstraße umgeben. Die Wohnungen, die dort bald entstehen, sollen zwischen zwei und vier Zimmer haben und zwischen 39 und 130 Quadratmeter groß werden. Wer später einmal in ein Reihenhaus einzieht, wird fünf Zimmer und eine Fläche von 150 Quadratmetern zur Verfügung haben, dazu eine Terrasse mit Garten. Platz für 200 Menschen soll das neue Areal in Schönaich bieten. Geplant ist auf dem Gelände außerdem eine gemeinschaftliche Grünfläche und ein Kinderspielplatz. Genügend Parkplätze für die Bewohner wird es nach den Planungen in einer Tiefgarage geben.
Der alte, noch bestehende Bebauungsplan aus dem Jahr 1956 sieht für das Tränklein-Areal ein Industriegebiet vor. Umgeben wäre es allerdings von Wohnbebauung. „Das ist mit den heutigen Wohnbedürfnissen nicht mehr vereinbar“, erklärt Bianca Gruber, die Leiterin des Ortsbauamtes. Vor einigen Jahrzehnten sei eine solche Nähe zwischen Industrie und Wohnen vielleicht noch möglich gewesen, heute würden Lärm und Gerüche eine solche Mischung schwierig machen.
Das Tränklein-Areal ist das größte Wohnprojekt, das momentan auf Schönaicher Gemarkung geplant ist. Ein weiteres Bauprojekt steckt derzeit noch in den Kinderschuhen: Die Entwicklung des Honeywell-Areals. „Das ist eine große Potenzialfläche“, sagt Bianca Gruber. Der Schönaicher Standort des US-Mischkonzerns Honeywell entwickelte Klimatechnik für größere Gebäude. Im Jahr 2020 wurde jedoch verkündet, dass die Niederlassung geschlossen wird. In der Zukunft könnte auch dort Wohnraum entstehen, konkrete Planungen gibt es für das Gelände, das sich südlich des Kreisverkehrs Stachus beidseitig der Böblinger Straße erstreckt, allerdings noch nicht.