Beethovenstraße in Stuttgart-Botnang Die Pläne zum Haus der Jugend liegen aus

Von Torsten Ströbele 

Am 8. November wird über die verschiedenen Optionen auf dem ehemaligen Festplatz gesprochen.

So sieht die Skizze „Freiflächen an der Beethovenstraße“ aus, die das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung erstellt hat. Auf der rosa-gefärbten Fläche soll das Haus der Jugend gebaut werden. Auf dem Flurstück 1410/4 sind Freiflächen für Jugendliche vorge sehen. Und auf der anderen Seite des renaturierten Metzgerbaches soll ein Bürgerpark (9548/5) entstehen. Foto: Stadtplanungsamt
So sieht die Skizze „Freiflächen an der Beethovenstraße“ aus, die das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung erstellt hat. Auf der rosa-gefärbten Fläche soll das Haus der Jugend gebaut werden. Auf dem Flurstück 1410/4 sind Freiflächen für Jugendliche vorge sehen. Und auf der anderen Seite des renaturierten Metzgerbaches soll ein Bürgerpark (9548/5) entstehen. Foto: Stadtplanungsamt

Stuttgart-Botnang - Der Bau des neuen Jugendhauses in Botnang rückt näher. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik des Gemeinderates haben Mitte Oktober beschlossen, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen, der es ermöglichen soll, das Haus der Jugend an der Beethovenstraße zu realisieren.

Das neue Gebäude soll das aktuell genutzte Jugendhaus an der Franz-Schubert-Straße 18 ersetzen, das zunächst als provisorische Unterkunft gedacht war, aber schon seit fast 20 Jahren genutzt wird. „Das Gebäude ist in die Jahre gekommen, nicht mehr zeitgemäß und kann den steigenden Anforderungen an die Jugendarbeit nicht mehr standhalten“, heißt es in einer Vorlage an den Gemeinderat. „Die vom Amt für Liegenschaften und Wohnen durchgeführte Standortprüfung mehrerer Grundstücke hat ergeben, dass das Grundstück des ehemaligen Festplatzes in der Beethovenstraße für ein Jugendhaus geeignet wäre.“

Der Aufstellungsbeschluss ist bis zum 26. November einzusehen

Um die weiteren Flächen rund um das neue Gebäude gab es allerdings vor einigen Wochen noch einmal große Diskussionen. Vor der Sommerpause hatte die Stadtverwaltung um Bau- und Umweltbürgermeister Peter Pätzold den Lokalpolitikern zunächst eine Vorlage präsentiert, die bei den Bezirksbeiräten für Irritationen und Ärger sorgte (wir berichteten). Die Lokalpolitiker waren immer davon ausgegangen, dass die aktuelle Nutzung von großen Teilen des 0,5 Hektar großen Grundstückes durch das Autohaus Seat nur vorübergehend ist. Doch in der Vorlage der Stadtverwaltung hieß es plötzlich, dass es dem Autohaus dauerhaft erlaubt werden soll, auf die Fläche zugreifen zu dürfen. Die Bezirksbeiräte intervenierten und hatten Erfolg. Sie forderten, dass auf dem Gelände Freiflächen für das Haus der Jugend und ein Bürgerpark entstehen sollen sowie der Metzgerbach offen gelegt werden soll. Im Rahmen der Einwohnerversammlung Ende Juli ruderte die Verwaltung dann zurück. Pätzold konnte die Botnanger beruhigen: „Wir werden nach der Sommerpause einen anderen Vorschlag präsentieren. Ich gehe davon aus, dass er dann die Renaturierung und nur eine temporäre Nutzung der Fläche durch das Autohaus beinhaltet.“

So kam es dann auch: Die Neufassung der Drucksache beinhaltet die Änderungswünsche der Bezirksbeiräte. Im weiteren Verfahren wird nun geprüft, ob und inwieweit eine Renaturierung möglich ist. Dazu läuft auch eine Anfrage des Bezirksbeirats bei der Stadtverwaltung. Michael Schneider (CDU) möchte wissen, wie viel Qua­dratmeter noch für die Außenfläche des Hauses der Jugend und den Bürgerpark vorhanden wären, wenn der Metzgerbach renaturiert wird. Er gehe zunächst einmal davon aus, dass es insgesamt nur noch rund 300 Quadratmeter für das Jugendhaus und circa 450 Quadratmeter für den Bürgerpark sein könnten. „Wenn das so ist, müssen wir uns überlegen, ob das Sinn macht“, sagte Schneider. Zum Vergleich: Ein Strafraum habe 650 Quadratmeter.

Der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans ist bis zum 26. November während der Öffnungszeiten im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Eberhard­straße 10, Zimmer 3, und im Bezirksrathaus Botnang, Klinglerstraße 7, einzusehen. Zudem wird am Donnerstag, 8. November, 16 Uhr, im Bezirksrathaus, Zimmer 101, über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung gesprochen und diskutiert.

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