Benefiz- und Sportveranstaltung in Geislingen Traumhaftes Interesse am Alb-Traum 100

Von Sabine Riker 

Die Veranstalter sind positiv überrascht: Der Ultra-Trail-Lauf am 18. Mai ist bereits ausgebucht. 270 Läufer haben sich angemeldet. Die Spenden und Teilnehmerbeiträge kommen sozialen Projekten im Kreis Göppingen zugute.

Bei der Erstauflage des Alb-Traums 100 am 12. Mai 2018: Die Läufer hatten  die erste Etappe schon hinter sich, als der Tag anbrach. Foto: Frank Weller/Archiv
Bei der Erstauflage des Alb-Traums 100 am 12. Mai 2018: Die Läufer hatten die erste Etappe schon hinter sich, als der Tag anbrach. Foto: Frank Weller/Archiv

Geislingen - Offenbar haben die Ultraläufer nur darauf gelauert, sich für die zweite Auflage des Ultra-Trail-Laufs Alb-Traum 100 anzumelden. Binnen zehn Tagen waren alle Plätze – zunächst 250 an der Zahl und damit 80 mehr als bei der Premiere im vergangenen Jahr – restlos ausgebucht. Die Veranstalter konnten es kaum fassen. Als sie wegen der großen Nachfrage noch einmal 20 Plätze nachschoben, waren diese in zwei Minuten weg. „Wir haben die Restplätze um 8 Uhr freigeschaltet, um 8.02 Uhr war alles geschwätzt, und es gibt schon wieder Anfragen“, sagt der Initiator des Laufs, Andreas Bulling. Doch noch einmal wird nicht draufgesattelt. „Sonst kriegen wir das logistisch nicht hin.“

Der fulminante Start vor einem Jahr hat Maßstäbe gesetzt. Andreas Bulling und seine Mitstreiter vom Verein Alb-Traum 100 hoffen, dass das Wetter am 18. Mai so gut wird wie bei der Premiere. Das habe man freilich nicht in der Hand. Ansonsten knüpfen die Veranstalter an Bewährtem an und setzen auf eine größere Routine bei der Organisation. „Die Vorbereitungen im vergangenen Jahr waren viel schwieriger, weil alles noch völlig neu war.“ Allerdings sieht Bulling den Verein noch immer in einem Entwicklungsprozess.

Geislinger OB will mitlaufen

An den Strecken ändert sich nichts. Auf supermotivierte Läufer wartet der Alb-Traum 100: 115 Kilometer auf dem zertifizierten Wanderweg Albtraufgänger. Bulling schätzt, dass etwa ein Drittel der gemeldeten Teilnehmer diese Herausforderung in Angriff nimmt. Nicht zu unterschätzen sei aber auch der Halb-Traum mit seinen 57 Kilometern. Beide Strecken führen durch eine reizvolle Landschaft mit atemberaubenden Ausblicken. Als Start und Ziel dient erneut der Stadtpark in Geislingen. Dort gehen die Alb-Träumer schon um 4 Uhr auf die Piste. 24 Stunden haben die Ultraläufer Zeit, die 115 Kilometer zu schaffen. Stärken können sie sich unterwegs an neun Verpflegungsstellen. Im vergangenen Jahr waren 100 freiwillige Helfer im Einsatz. „Die meisten von ihnen sind Wiederholungstäter und werden wieder mit im Boot sein“, sagt Bulling, der sich freut, dass auch Ultraläufer aus Österreich, der Schweiz und Belgien gemeldet sind.

Außerdem wollen diesmal auch Prominente aus dem Kreis starten, etwa Frank Dehmer, der Geislinger Oberbürgermeister und Vorsitzende der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf, die Gründungsmitglied des Vereins ist. Neu ist eine Kooperation mit der Turngemeinschaft (TG) Geislingen. Sie veranstaltet am Vorabend des Ultralaufs ihren Citylauf durch die Innenstadt. Wer die fünf Kilometer lange Strecke und den Halb-Traum läuft, bekommt den Citylauf bei der Bewertung angerechnet. Außerdem wollen die Organisatoren einen Wunsch der Ultraläufer erfüllen: ein Alb-Traum-100-T-Shirt.

Der Verein hat ein soziales Anliegen

Nicht nur der Sport steht im Fokus. Wichtig ist den Organisatoren, die selbst erfahrene Ultraläufer sind, dass alle Spenden und Einnahmen gemeinnützigen Projekten im Kreis zugute kommen, dem Göppinger Hospiz und der Bergwacht Geislingen-Wiesensteig etwa. „Unsere Teilnehmer sind fit und gesund, um beim Alb-Traum 100 (. . .) eine herausragende sportliche Leistung zu erbringen. Sie loten (. . .) ihre eigenen Grenzen aus und verwirklichen sich selbst. Dieses Privileg wollen wir bewusst machen, indem wir die Teilnehmerbeiträge und alle weiteren Spenden in vollem Umfang sozialen Projekte zufließen lassen“, heißt es auf der Homepage des Vereins. 20 000 Euro sind 2018 zusammengekommen. Bulling ist sicher, dass der Betrag diesmal noch höher ausfällt: „Wir haben schließlich 100 Anmeldungen mehr.“




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