Carlo Chatrian hat es am liebsten, wenn im Kinosaal konzentrierte Ruhe herrscht – doch auch der Berlinale-Chef selbst ist ungern ganz offline.

Berlin - Auf der Kinoleinwand läuft ein guter Film, aber der Nachbar tippt auf dem Handy rum? Der neue künstlerische Leiter der Berlinale, Carlo Chatrian (48), findet das durchaus nervig. „Was mich mehr stört als Popcorn, sind Handys“, sagte der Italiener in Berlin. Ihn störten Leute, die während der Vorführung ständig Nachrichten schreiben. „Die nicht in der Lage sind, für eineinhalb Stunden von sozialen Netzwerken getrennt zu sein“, sagte Chatrian. Auch das helle Licht von den Displays empfinde er als störend.

Johnny Depp kommt zum Festival

Am 20. Februar beginnen die Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Erwartet werden Stars wie Johnny Depp, aber auch die US-Politikerin Hillary Clinton. Erstmals leiten Chatrian und die Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek die Berlinale.

Der Festivalchef stellt sein Handy im Kino nach eigenen Angaben in den Flugmodus oder schaltet den Ton aus. Ganz aus schalte er sein Handy aber fast nie. „Das ist seltsam“, sagte Chatrian. „Aber es sagt etwas über unsere Angst davor, von der Welt getrennt zu sein.“ (dpa)

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