Besigheimerin bei „Voice of Germany“ Vom Chormädchen zur Rockröhre

Sophie Buchmann rückt bei einer TV-Musikshow ins Rampenlicht. Foto: Torben Keppel

Die 24-jährige Sophie Buchmann aus Besigheim ist Frontfrau einer Rockband und nimmt an der zwölften Staffel von „The Voice of Germany“ teil.

Musik hat im Leben von Sophie Buchmann schon von klein auf eine Rolle gespielt. Als Kindergartenkind sang sie bei der Chorgemeinschaft Besigheim erst bei den „Kleinen Strolchen“, dann bei den „Coolen Kinderkehlen“. „Wir haben viele Musicals gesungen, zu den entsprechenden Jahreszeiten dann Weihnachts- und Osterlieder“, erzählt die gebürtige Besigheimerin, die mittlerweile in Neckarwestheim wohnt. Als sie älter wurde, entwickelte sie ihren eigenen Stil und brachte sich selbst das Gitarrespielen bei.

 

Der Gesang ist heavy bis balladesk

Mit mittlerweile 24 Jahren ist für Sophie Buchmann ein Traum in Erfüllung gegangen: Seit Herbst vergangenen Jahres ist sie Frontfrau der Band Indrawn, die Musik beschreibt die Frau mit den roten Locken als eine Mischung aus progressivem Metalcore und Alternative Rock. „Irgendwie ist es ein New Metal Ding, aber mit meiner klaren Stimme als Frontfrau passen wir eigentlich in keine klassische Schublade“, erklärt die gelernte Industriemechanikerin, die als Service-Technikerin bei Trumpf in Ditzingen arbeitet.

Ihren ersten großen Auftritt hatte Sophie Buchmann mit „Indrawn“ beim Open Air Festival RockXplosion Ende Juli in Warmbronn. „Wir durften sogar als Eröffnungsgruppe ran und haben ein total gutes Feedback gekriegt“, freut sich die 24-Jährige. Auch einen Auftritt in der Villa Barock in Ludwigsburg hat die Band schon absolviert. Nebenbei singt die Besigheimerin noch bei einer Cover-Band, die vor allem klassische Rockballaden mit einer eigenen musikalischen Note versieht.

Der Gedanke, einmal vor ganz großem Publikum aufzutreten, beschäftigt Sophie Buchmann schon einige Zeit. „Ich bin schon seit Jahren Fan von ,The Voice of Germany‘ und schaue die Sendung regelmäßig“, verrät die 24-Jährige, die inzwischen auch ihren Freund Tobias Stirner mit dem Voice-Virus infiziert hat. Sich selbst anzumelden, traute sich die Besigheimerin aber nicht. Es bedurfte der Überredungskünste ihres Freundes, der sie schließlich für die Gesangs-Castingshow auf Prosieben und Sat 1 anmeldete. „Ich glaube, es geht vielen Sängerinnen wie mir so: Wir wissen, wir sind nicht schlecht, aber vielleicht nicht so überzeugt von uns wie andere“, sagt Sophie Buchmann nachdenklich.

In der zwölften Staffel von „The Voice of Germany“, die in der vergangenen Woche gestartet ist, will Sophie Buchmann jetzt aber wissen, ob sich einer der vier Jurymitglieder für sie umdreht, wenn sie singt. Den ersten großen Schritt hat sie geschafft: Aus einer großen Anzahl von Bewerbern schaffte sie den Sprung unter die 140 Kandidaten, die sich für die so genannten Blind Auditions qualifiziert haben. Dabei müssen sich die Jurymitglieder für einen der Kandidaten entscheiden, den sie nur singen hören, nicht aber sehen.

Kandidatin interpretiert April Lavigne

Als ihren Song, mit dem sie die Musikprofis überzeugen will, hat sie sich „Complicated“ von Avril Lavigne ausgesucht. „Ich habe früher viel von ihr gehört. Ich mag ihre Lieder und ihre Stimme“, erläutert Sophie Buchmann ihre Wahl für die franko-kanadische Sängerin und Songwriterin. Ihre Freude wäre riesig, wenn sich einer der vier Coaches – Rea Garvey, Peter Maffay, Mark Forster oder Stefanie Kloß – für sie umdrehen würde. Wenn sie sich einen aussuchen könnte, wäre es die Frontfrau von Silbermond. „Mit ihr wäre ich menschlich und musikalisch am ehesten auf einer Wellenlänge“, glaubt sie.

Gegen einen musikalischen Karriereschub durch ihren Fernsehauftritt hätte Sophie Buchmann nichts einzuwenden. „Ich würde gerne von meiner Musik leben können. Aber mein Freund und ich haben in Neckarwestheim eine Wohnung gekauft, die abbezahlt werden muss“, sagt die 24-Jährige schmunzelnd, die aber auch großen Spaß an ihrem Job hat und die finanzielle Sicherheit schätzt. Von daher sieht sie ihren Auftritt bei „The Voice of Germany“ überaus gelassen: „Mal sehen, ob sich daraus etwas entwickelt. Ich bin gespannt.“

Weitere Themen