Betreuung in Heimsheim Der neue Kindergarten ist dringend nötig

Für das Kindergartenjahr 2019/2020 rechnet die Stadt mit 65 Neuanmeldungen für eine   Kita-Betreuung. Foto: pixabay
Für das Kindergartenjahr 2019/2020 rechnet die Stadt mit 65 Neuanmeldungen für eine Kita-Betreuung. Foto: pixabay

Die Stadt Heimsheim erwartet jede Menge Nachwuchs.

Heimsheim - Der Stadt Heimsheim steht ein wahrer Kindersegen ins Haus: Für das Kindergartenjahr 2019/2020 rechnet die Stadt mit 65 Neuanmeldungen für eine Kita-Betreuung. Das sind 26 mehr als zum Jahr 2018/2019. Das geht aus der Bedarfsplanung der Stadt für die Kindertagesbetreuung hervor, die Alexandra Kreisle im Gemeinderat vorgestellt hat. Dass es bei den Planungen für den neuen Kindergarten zu weiteren Verzögerungen gekommen ist, war da umso mehr eine schlechte Nachricht.

Aktuell gibt es in Heimsheim für Kinder zwischen einem und sechs Jahren vier kommunale Kindertagesstätten mit ins­gesamt 219 Plätzen. Das ist allerdings die Maximalbelegung, bei einer Regelbelegung wären es nur 201 Plätze. Hinzu kommen der Waldkindergarten, der von einem freien Träger betrieben wird, und ein Angebot über Tagesmütter.

Bis zu 85 neue Plätze

Mit dem neuen Kindergarten Lailberg II sowie einem neuen Betreuungsmodell im Kindergarten Bloßenberg (verlängerte Öffnungszeiten mit 35 Stunden) entstünden bis zu 85 neue Betreuungsplätze. Und die wären dringend notwendig. Denn eine der Kita-Gruppen ist nur eine Interimsgruppe, die derzeit im Bewegungsraum des Kindergartens Heerstraße untergebracht ist. Der kann erst wieder genutzt werden, wenn die Kinder der Interimsgruppe einen neuen Platz gefunden haben.

Keine guten Nachrichten hatten dahingehend der Bürgermeister Jürgen Troll und das Architekturbüro element 5 in der vergangenen Sitzung parat: Nachdem bei der ersten Ausschreibung für die Rohbauarbeiten keine Angebote zurückgekommen waren, ging die Stadt in die beschränkte Ausschreibung – doch auch hier ohne Ergebnis. Und bevor die Roharbeiten nicht vergeben worden sind und somit ein ungefährer Zeitplan feststeht, können auch keine anderen Gewerke vergeben werden. Der Gemeinderat genehmigte daher ein freihändiges Vergabeverfahren.

Entscheidung am Montag

Die Ergebnisse dieses Verfahrens liegen mittlerweile vor: Das Angebot der Firma Karl Essig aus Weissach liegt bei rund 370 000 Euro. In seiner nächsten Sitzung am Montag, 3. Juni, wird der Gemeinderat über diesen Punkt sowie über das weitere Vorgehen entscheiden. Zuletzt hatte nämlich Ralf Rüth von der CDU vorgeschlagen, das gesamte Projekt um einige Monate zu verschieben, um somit bessere Angebote auf die Ausschreibungen hin zu erhalten. Die zeitliche Verzögerung sei, in Anbetracht der allgemeinen Auftragslage, vermutlich nicht sehr unterschiedlich.




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