Betreuungslage in Mönsheim Für die Kinderbetreuung schafft Mönsheim zwei weitere Stellen

Für die Villa Kunterbunt soll eine zusätzliche Stelle für die Kinderbetreuung bekommen. Foto: Jürgen Bach

Der Gemeinderat beschließt eine Krankheitsvertretung für die Leitung der Kita Villa Kunterbunt und stockt die Kernzeitbetreuung personell auf.

Zwei Stellen für die Kinderbetreuung will die Gemeinde Mönsheim neu schaffen, eine in der Kernzeitbetreuung an der Grundschule und eine in der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt. Das hat der Gemeinderat jetzt einstimmig und auf Antrag aus seinen eigenen Reihen beschlossen.

 

„Eigentlich hätte dieser Antrag von der Verwaltung kommen müssen“, sagte die Gemeinderätin Stefanie Lurz von der Unabhängigen Bürgerliste Mönsheim (UBLM) zur Begründung des gemeinsamen Antrags von UBLM und der Freien Wählergemeinschaft (FWG), eine Stelle für eine Krankheitsvertretung der Leitung in der Kita Villa Kunterbunt auszuschreiben. „Ich bin als Mutter dankbar, dass wir einen stabilen Betrieb in der Einrichtung haben. Aber zu sagen, dass wir keinen Personalnotstand haben, das funktioniert nicht“, kritisierte die Rätin anderslautende Aussagen der Verwaltung. Mangels Nachfrage sei die morgendliche Öffnungszeit um eine halbe Stunde verkürzt worden, sodass die Betreuung jetzt für alle Kinder erst um 7.30 Uhr beginnt, so der Bürgermeister Michael Maurer. Aber die Einrichtung verrichte ihren Dienst, das pädagogische Angebot sei gesteigert worden und mit dem der Vergangenheit vergleichbar.

Mehr Personal als vor einem Jahr

Dies stellte Gemeinderat Ralf Stuible (Unabhängige Bürgerliste Mönsheim) infrage. Er höre von Eltern, dass es heute nicht so rund laufe wie vor einem Jahr und auch weniger Angebote für die Kinder gebe. Dies wollte der Bürgermeister aber so nicht stehen lassen. Er zählte auf, welche Aktivitäten – von Verkehrserziehung bis Sport- und Waldtage – immer wieder stattfinden. In der Kita gebe es heute mehr Personal als vor einem Jahr, aber auch immer wieder krankheitsbedingte Ausfälle. In der Kita arbeiten derzeit 13 Fachkräfte, zwei Hauswirtschaftskräfte, zwei FSJler und zwei Auszubildende, die meisten davon in Vollzeit, erklärte der Bürgermeister auf Nachfrage. Schon seit einem halben Jahr nicht mehr aktiv im Dienst sind die zu 100 Prozent für die Organisation freigestellte Leitungskraft der Einrichtung sowie die stellvertretende Leitung. Dies sei „auf persönliche Gründe zurückzuführen“, so die Verwaltung. Mit Zustimmung des Gemeinderats war eine der Fachkräfte aus der Krippe als kommissarische Leiterin eingesetzt worden. Diese arbeite aber wohl zu fast hundert Prozent „am Kind“, wie Claudia Baumgärtner, die Leiterin des Kindergartens Wichtelhaus, dem Gremium erklärte. Sie selbst wende etwa 30 Prozent der Arbeitszeit für Organisatorisches auf. Nun muss die Verwaltung eine Stelle für eine Leitungskraft als Krankheitsvertretung formulieren und vor Veröffentlichung dem Gemeinderat vorlegen.

Zusätzliche Kapazitäten für Kernzeitbetreuung benötigt

Auch für die Betreuung der Kinder an der Grundschule außerhalb des Unterrichts in der Kernzeitbetreuung braucht es eine weitere Kraft. Dies begründete die UBLM-Fraktion in ihrem Antrag ausführlich. Von den 40 Plätzen in der Kernzeitbetreuung seien derzeit 39 belegt, erklärte Stefanie Lurz. Zum Schuljahresende würden wohl nur fünf Kinder ausscheiden. Im September kämen aber besonders viele Erstklässler in die Schule, sodass vielleicht zwei Klassen gebildet werden müssen, so Lurz. Deswegen brauche es in der Kernzeitbetreuung dringend zusätzliche Kapazitäten. Derzeit gibt es eine halbe Stelle und zwei mit je 16 Wochenstunden, erklärte Heike Brink von der Kernzeitbetreuung.

Der Gemeinderat beschloss, dass eine weitere 50-Prozent-Stelle angesichts der zunehmenden Zahl der Kinder nötig ist. Diese soll jetzt ausgeschrieben werden. Außerdem sollen die Eltern bis spätestens 31. Mai ihren Bedarf für die Betreuung anmelden.

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