Bezirksbeirat Nord zeigt sich spendabel Neuer Bolzplatz fürs Jugendhaus

Korina Smrcek, Leiterin vom Haus 49, das sich den Platz mit dem Jugendhaus teilt, ist begeistert von der Entscheidung des  Bezirksbeirats „Beim Fußballspielen auf   dem Bolzplatz finden die Jugendlichen zusammen“, sagt sie. Foto: Funke
Korina Smrcek, Leiterin vom Haus 49, das sich den Platz mit dem Jugendhaus teilt, ist begeistert von der Entscheidung des Bezirksbeirats „Beim Fußballspielen auf dem Bolzplatz finden die Jugendlichen zusammen“, sagt sie. Foto: Funke

Der Bezirksbeirat Nord bezuschusst die Erneuerung des Bolzplatzes an der Mittnachtstraße mit 40 000 Euro.

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S-Nord - Eine Stunde hat die Diskussion per Video-Übertragung gedauert. Bezirksvorsteherin Sabine Metzger leitete die Sitzung von einem Konferenzraum im Rathaus aus. Die Beirätinnen und Beiräte schalteten sich von zu Hause aus zu. Bürgerinnen und Bürger hätten die Sitzung im Kleinen Saal per Rathaus verfolgen können – doch der blieb leer. Der wichtigste Punkt auf der Tagesordnung: das Bezirksbudget.

Budget würde verfallen, wenn es nicht ausgegeben wird

Exakt 41 475 Euro kann das Gremium noch vergeben. Mezger schlug vor, mit 40 000 Euro fast den gesamten Betrag für die Erneuerung des Bolzplatzes in der Mittnachtstraße zu verwenden. Sie begründete das damit, dass die Jugendhausgesellschaft, Träger des Kinder- und Jugendhauses Nord in der Mittnachtstraße und zuständig für den Bolzplatz, allenfalls 5000 Euro in den Fußballplatz investieren könne und der Bezirksbeirat mit der Erneuerung des Platzes etwas für die Jugendlichen tun würde. Außerdem wies sie darauf hin, dass die 41 475 Euro bis auf einen Restbetrag von 11 600 Euro verfallen würden, falls das Geld nicht bis zum Jahresende ausgegeben werde. Der Kostenvoranschlag für die Sanierung liegt bei 43 435 Euro. Nötig sei die, weil der Belag kaputt ist und sich ein Kind bereits beim Spiel verletzt habe, so Mezger.

Bezirksbeirat Timo Haug (CDU) wollte wissen, ob es eine Obergrenze bei der Vergabe der Zuschüsse gibt. Laut Mezger ist das nicht der Fall. Anna Kedziora ((FW) gab zu bedenken, dass es auch andere förderungswürdige Projekte gibt, die unter den Tisch fallen, wenn die Jugendhausgesellschaft so großzügig unterstützt wird. Das ist laut Mezger nicht der Fall: „Es stehen keine anderen Projekte an“, sagte sie.

Einstimmiger Beschluss

Die Grünen im Beirat unterstützen das Projekt ohne Wenn und Aber. Marc Schmidt (Grüne) wies darauf hin, dass es im Nordbahnhofviertel nur zwei Bolzplätze gibt. Aynur Karlikli („Die Fraktion“) teilte die Auffassung, dass Jugendliche im Nordbahnhofviertel, die oft in beengten Wohnverhältnissen leben, den Platz dringend brauchen. Stefan Körblein (Puls) war der Auffassung, dass der Bezirksbeirat das Geld, das er habe, auch ausgeben soll. Und Bezirksvorsteherin Mezger machte nochmals deutlich, dass es das Aus für den Bolzplatz bedeuten würde, wenn das Gremium sich gegen den 40 000 Euro hohen Zuschuss entscheiden würde. Dann würde das Projekt im nächsten Doppelhaushalt beantragt. Und wie dort die Entscheidung ausgeht, das sei ungewiss, sagte sie. Nach einer knappen Stunde fiel in der letzten Sitzung des Gremiums in diesem Jahr die Entscheidung – und zwar einstimmig: Die Jugendlichen im Nordbahnhofviertel bekommen ihren neuen Bolzplatz.

Der Antrag des Infoladens Rosenstein auf einen Zuschuss von 1500 Euro für die Broschüre Pragblatt Nr. 2 wurde hingegen vertagt. „Das Pragblatt wird auch im Stöckach verteilt. Das ist nicht mehr unser Beritt“, so Mezger. Außerdem ist der beantragte Zuschuss mit 1500 Euro etwa doppelt so hoch wie der der beantragte Zuschuss von 800 Euro in den Vorjahren. Begründet wurde die Verdoppelung des Zuschusses vom Antragsteller mit einem neuen Layout für das Blatt. Vom Tisch ist der Antrag jedoch nicht. Es soll vor der Entscheidung Gespräche mit den Zuständigen geben.

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