Bezirksliga Stuttgart Des Trainers Rat: die Tabelle ausblenden

Antonino Rizzos jüngst erlittene Knieblessur hat sich zwar als nicht so schlimm erwiesen,  im Derby gegen Vaihingen aber fehlt der Plattenhardter Kapitän. Foto: Archiv Yavuz Dural
Antonino Rizzos jüngst erlittene Knieblessur hat sich zwar als nicht so schlimm erwiesen, im Derby gegen Vaihingen aber fehlt der Plattenhardter Kapitän. Foto: Archiv Yavuz Dural

In der Bezirksliga stehen sich am dritten Spieltag Plattenhardt und Vaihingen gegenüber.

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Filder - Am dritten Spieltag der Fußball-Bezirksliga steht aus Fildersicht das Derby zwischen dem TSV Plattenhardt und dem SV Vaihingen im Fokus. Während die Filderstädter mit der Maximalausbeute von sechs Punkten gestartet sind, warten die Schwarzbachkicker noch auf den ersten Zähler. Der, mindestens, soll nun morgen verbucht werden, um einen kompletten Fehlstart zu vermeiden. Gleiches gilt für die Spvgg Möhringen und den TSV Bernhausen, die ebenfalls mit zwei Pleiten gestartet sind. Alle Partien beginnen am Sonntag um 15 Uhr.

    TSV Plattenhardt – SV Vaihingen: Steffen Küttner lässt sich von der Tabelle nicht blenden. „Die ist nach zwei Spieltagen nicht aussagekräftig“, sagt der Trainer des TSV Plattenhardt vor dem Spiel gegen die noch punktlosen Schwarzbachkicker. Und mit Blick auf das jüngste Pokalergebnis der Vaihinger beim aktuellen Tabellenführer Spvgg Cannstatt sieht er sich in seiner Aussage bestätigt. Denn das lautete 2:1 – für die Gäste! „Wir werden die Tabelle ausblenden und hoch konzentriert zur Sache gehen“, sagt Küttner, dessen eigenes Aufgebot am Dienstag in der Pokalpartie beim B-Kreisligisten SV Hoffeld nur knapp einer Blamage entging. Nach dem 1:1 nach 90 Minuten (Torschütze Ali Parhizi durch Foulelfmeter), war es der Keeper Matteo Bauer, der im Elfmeterschießen den entscheidenden Schuss zum 5:4-Sieg für die Plattenhardter hielt.

Deutlich mehr Selbstvertrauen haben sich die Vaihinger im Pokal geholt. „Der Sieg war sensationell und für die Moral enorm wichtig“, sagt der Trainer Stephan Tregel. Das Spiel, in dem Maximilian Stockbauer und Benjamin Schiffner trafen, habe gezeigt, dass durchaus funktioniere, was trainiert werde. Auch gegen Plattenhardt gelte es nun, das umzusetzen, „was wir uns vornehmen“, sagt der Coach. Außerdem fordert er Leidenschaft und vor allem ein deutlich besseres Verteidigen bei Standards als jüngst.

Wieder im Aufgebot stehen die zuletzt fehlenden Nico Breuer, Florian Möck, Luis Reißing, der Torwart Antonios Tsiouralis und Benjamin Schiffner, dessen Sperre abgelaufen ist. Der Keeper Maximilian Ulmer wird erneut als möglicher Feldspieler auf der Bank sitzen. „Mehr lässt seine Schulterverletzung nicht zu“, sagt Tregel. Fehlen werden Max Schilling (Oberschenkelzerrung), Marc Scherle (Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk), Thomas Drephal (Urlaub) und Ali Hasöz, der nach seinem Kreuzbandriss noch Zeit braucht. Die Plattenhardter müssen auf Marcel Stannull, Niels Wüllbier, Dennis Kattenberg (alle privat verhindert), Paulo Bayrak (verletzt) und den Kapitän Antonino Rizzo verzichten. Dessen jüngst erlittene Knieblessur hat sich als wenig dramatisch erwiesen. „Ich denke, dass er in zwei bis drei Wochen wieder fit ist“, sagt Küttner.

TSV Musberg – OFK Beograd Stuttgart: Besser hätte es bislang für den Aufsteiger vom Turnerweg kaum laufen können: Vier Zähler aus den ersten beiden Punktspielen, dazu ein 6:0-Erfolg diese Woche im Pokal bei der Spvgg Stetten II (Torschützen: Lukas Zug (3), Philipp Zirfaß, Leonard Ilka, Maximilian Maier). „Die Mannschaft ist gut drauf“, sagt der Trainer Ralf Martins, der seine Musberger auch auf den kommenden Gegner wieder gut vorbereitet hat. „Wir haben einen Plan, um der aggressiven und zweikampfstarken Spielweise von Beograd etwas entgegenzusetzen“, sagt er. Obendrein hofft er auf die Heimstärke seiner Mannschaft und deren Gefährlichkeit bei Standards. „Ich denke, es wird ein enges Spiel in dem wir nicht chancenlos sind“, gibt sich Martins optimistisch. Wieder im Aufgebot und wohl gleich in der Startelf stehen wird der wieder genesene Stürmer Friedrich Grivas. Weiter im Urlaub befinden sich hingegen Wolfgang Simon und Benjamin Lieber. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Thomas Jablonski, der die Woche über gekränkelt hat.

Spvgg Möhringen – Türkspor Stuttgart: Auch die noch punktlose Spvgg Möhringen hat sich beim 5:1-Pokalerfolg (Tore von Peter Lettenbauer (2), Marvin Kuhn, Luka Moritz und ein Eigentor) gegen den TSV Bernhausen II viel Selbstvertrauen geholt – und das ohne die erfahrenen Recken Manuel Klopfer und Steven Jordan, denen der Trainer Karl-Heinz Fuhrmann eine Pause gönnte. Dafür durften in Philipp Hodak, Adrian Cucko, Benno Kiefer und dem Torwart Angelos Vrakas gleich vier 19-Jährige von Beginn an ran. „Der Sieg war wichtig für die Moral und hilft uns weiter“, sagt Fuhrmann, der aber weiter betont, dass die Mannschaft noch Zeit brauche. „Eigentlich sind wir noch voll in der Vorbereitung“, sagt er. Dass mit Türkspor nun ein anderes Kaliber wartet als am Mittwoch, weiß der Coach sehr wohl. „Die Mannschaft ist richtig gut besetzt“, sagt Fuhrmann und spielt dabei vor allem auch auf die von NAFI Stuttgart gewechselten Brüder Damir und Daniel Bosnjak an. „Wichtig wird sein, dass wir nicht mehr so viele individuelle Fehler machen“, sagt Fuhrmann. Fehlen werden der Torjäger Nils Große Scharmann (Urlaub) und Matteo Brunetti. Letzterer steigt nach seiner Hüftoperation wohl frühestens im November wieder ein.

     GFV Ermis Metanastis – TSV Bernhausen: Beim 2:1-Pokalerfolg gegen den Ligakonkurrenten OFK Beograd Stuttgart hat aus Bernhausener Sicht endlich einmal beides gestimmt: die Leistung und das Ergebnis, nachdem Florian Becher einen Doppelpack geschnürt hat. „Die Jungs haben in puncto Leidenschaft noch einmal einen draufgepackt“, sagt der Trainer Peter Weinmann und hofft nun auf ein ähnliches Auftreten gegen den letztjährigen Vizemeister. Gegen die spielstarken Gastgeber werde wichtig sein, die Grundordnung beizubehalten, tief zu stehen und wenige Torchancen zuzulassen. „Dann ist für uns was drin“, sagt Weinmann. Verzichten muss er außer auf die Langzeitverletzten auf Alessandro Pagano (Adduktorenriss), Sascha Beck, John-Philip Lanitz (beide Urlaub), Nicola Portoghese (grippaler Infekt) und Torwart Serdar Kurt. Der hat zwar im Pokal wieder gespielt, trainiert am Wochenende im Rahmen seiner DFB-Trainertätigkeit aber die besten nationalen U-17-Keeper bei einem Lehrgang in Bitburg. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Sebastian Lieto (dicker Knöchel).

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