Bildung wegen Corona lahmgelegt Das sagt die Ministerin

Kultusministerin weiß, dass die aktuelle Situation die Familien sehr belastet, erklärt ihre Sprecherin Christine Sattler. Foto: picture alliance/dpa-Bildfunk/Marijan Murat
Kultusministerin weiß, dass die aktuelle Situation die Familien sehr belastet, erklärt ihre Sprecherin Christine Sattler. Foto: picture alliance/dpa-Bildfunk/Marijan Murat

Wegen der Schulpflicht müsse man vorsichtig sein, teilt Susanne Eisenmann (CDU) mit.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Reaktion - Kümmert sich die Landesregierung mehr um Fitnessstudios, Restaurants und Kinos als um Kinder? Christine Sattler, die Sprecherin von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), hat uns folgendes geantwortet:

„Wir wissen, dass die aktuelle Situation insbesondere die Familien im Land sehr belastet. Der Vergleich Kinos oder Freizeitparks mit Schulen hinkt allerdings: Ob ich ein Kino oder einen Freizeitpark besuche, entscheide ich selbst und nehme damit dann auch ein entsprechendes Risiko in Kauf. Dies sieht in der Schule aufgrund der Schulpflicht anders aus. Dort, wo es Pflicht ist, muss auch der Schutz der Gesundheit für alle gewährleistet sein, da man ja nicht frei wählen kann, ob man hingeht oder nicht. Sprich: als Schulverwaltung haben wir eine Verantwortung gegenüber den Lehrkräften und sonstigen Angestellten an den Schulen sowie den Kindern.

Lesen Sie hier: Kindergeburtstag ja, aber Kitabetrieb nein?

Wir bekommen zahlreiche E-Mails von Eltern, deren Erwartungen in ganz unterschiedliche, sich gegenseitig ausschließende Richtungen gehen. Den einen geht alles viel zu langsam mit der Öffnung, andere Eltern warnen uns dringend davor. Die einen halten die Infektionsschutzbestimmungen für maßlos übertrieben, die anderen fühlen sich zu wenig geschützt. Wir tun weiterhin unser Bestes.

Ab Ende Juni planen wir eine vollständige Öffnung der Grundschulen und der Kindertagesstätten. Mit diesen Schritten wollen wir Eltern spürbar entlasten und den Kindern die Chance geben, wieder in Kontakt mit Gleichaltrigen zu kommen, zu lernen und zu spielen. Grundlage für diese Entscheidung sind die ersten vorliegenden Erkenntnisse einer Studie, die die Landesregierung bei der Universitätskinderklinik Heidelberg in Auftrag gegeben hat. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass Kinder bis zehn Jahre bei Corona als Überträger eine untergeordnete Rolle spielen. Entscheidend wird jedoch sein, dass die jeweiligen Gruppen oder Klassen untereinander bleiben und sich nicht vermischen, auch nicht in den Pausen.

Konzepte zur Umsetzung (etwa Verhaltensregeln, Hygienepläne, Hinweise für das Fernlernen) werden derzeit erarbeitet, gemeinsam mit den Kommunen und Gesundheitsbehörden. In Kürze werden wir den Planungsstand an die Schulen und Kitaträger kommunizieren.“




Unsere Empfehlung für Sie