Bitcoin, Ethereum und Co. Harter Kurs in China lässt Kryptowährungen wanken

Die Digitalwährung Bitcoin reagiert mit Kursverlusten auf die Nachricht aus China. Foto: AFP/MARTIN BUREAU
Die Digitalwährung Bitcoin reagiert mit Kursverlusten auf die Nachricht aus China. Foto: AFP/MARTIN BUREAU

Digitalwährungen wie Bitcoin und Ethereum sacken ab, nachdem die chinesische Regierung einen harten Kurs gegen Kryptospekulationen angekündigt hat. Für PC-Spieler könnte das eine gute Nachricht sein.

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Stuttgart - Die harte Linie der chinesischen Regierung bringt den Kurs von Kryptowährungen ins Wanken. Digitalanlagen wie Bitcoin reagierten mit deutlichen Kursverlusten auf die Nachricht der chinesischen Notenbank, dass heimischen Banken die Dienstleistungen für Kryptohandel untersagt werden. China entwickelt seit längerem seine eigene Digitalwährung, den Digital-Yuan. Diese soll im Gegensatz zu privatwirtschaftlichen Kryptoanlagen der Kontrolle des Staats unterliegen.

Als marktstärkste Digitalwährung fiel der Bitcoin-Kurs laut der Handelsplattform Coinbase am Dienstag auf etwa 26.200 Dollar. Damit ist die Währung seit April um mehr als die Hälfte eingebrochen. Vor einigen Wochen feierten Anleger noch ein Allzeithoch. Der Kurs lag zu diesem Zeitpunkt noch bei knapp 65.000 Dollar. Die zweitgrößte Digitalwährung Ethereum sank auf knapp 1900 Dollar. Im Mai lag der Wert noch bei mehr als 4000 Dollar. Auch andere Digitalwerte wie XRP oder Dogecoin gaben prozentual teils zweistellig nach.

El Salvador geht einen komplett entgegengesetzten Weg. Der Staat mit rund 6,5 Millionen Einwohnern in Zentralamerika will das erste Land sein, das Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel einführt. Welchen Einfluss die Schwankungen auf diese Entscheidung haben, ist bisher noch unklar. Der Kongress hat das Gesetz vor knapp zwei Wochen beschlossen. Jeder Händler muss demnach in dem Land Bitcoin annehmen, wenn er dazu technisch in der Lage ist. Auch Steuern können in der Kryptowährung bezahlt werden. Auf den Tausch von Bitcoins soll keine Kapitalertragssteuer erhoben werden.

PC-Bastler dürfen wieder hoffen

Der absackende Kurs der Kryptowährungen könnte zumindest für Videospieler eine gute Nachricht sein. Sollte das Schürfen nicht mehr wirtschaftlich sein, dann könnten Grafikkarten wieder günstiger werden. Derzeit haben PC-Bastler kaum eine Chance, die Topmodelle von Nvidia und AMD zum empfohlenen Preis der Hersteller zu erwerben. Grafikkarten kosten bis zu viermal mehr als noch vor einem Jahr. Der Grund: Kryptoschürfer spannen die PC-Bauteile in professionellen Mining-Farmen ein, um Währungen wie Ethereum zu berechnen.

Sinkende Preise für Grafikkarten zeichnen sich einem Bericht des Magazins „The Register“ schon jetzt ab. Ein Grund dafür sei, dass die Nachfrage der Schürfer nicht mehr so groß sei – und teilweise Hardware schon abgestoßen werde. Die in diesem Jahr erschienene Asus GeForce RTX3060 koste beispielsweise nicht mehr 2087 Dollar, sondern sei mittlerweile für 763 Dollar zu haben.

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