Boxen Ein Prüfstein für Simon Zachenhuber
Der ehrgeizige Super-Mittelgewichtler aus Stuttgart boxt in Stralsund gegen Nick Morsink – und Verlieren ist verboten.
Der ehrgeizige Super-Mittelgewichtler aus Stuttgart boxt in Stralsund gegen Nick Morsink – und Verlieren ist verboten.
Der Weg nach oben ist im Boxen nicht nur weit, sondern manchmal auch unübersichtlich. Schließlich gibt es vier große Verbände, die alle eigene Weltmeister und Ranglisten führen. Zur Orientierung dient ein Motto: Wer weiterkommen will, darf sich von Hindernissen nicht aufhalten lassen. Auch das Ziel von Simon Zachenhuber (25) sind die großen Arenen, die großen Kämpfe, die großen Titel. Am Samstag trifft der Super-Mittelgewichtler (bis 76,2 kg), der in Stuttgart lebt und trainiert, in Stralsund auf Nick Morsink (28). „Er ist ein stabiler Mann, technisch sehr gut, hat nur einmal verloren“, sagt Zachenhuber, „aber ich will, dass es bei mir vorwärts geht. Deshalb muss ich ihn bezwingen.“ Alles andere wäre ein herber Rückschlag.
Simon Zachenhuber ist Deutschlands Boxer des Jahres 2022, es ist seine bisher wichtigste Auszeichnung. Doch dabei soll es nicht bleiben. Der Niederbayer, der in drei der vier wichtigen Rankings unter den besten zwölf steht (WBA, WBO, IBF), arbeitet hart auf Duelle gegen namhaftere Gegner hin, er fühlt sich stark genug, um schon bald um einen WM-Gürtel zu kämpfen: „In den nächsten zwei Jahren sollte es soweit sein, Gespräche laufen bereits. Ich bin voll im Plan, es kann jederzeit schnackeln.“
Sein Trainer Conny Mittermeier hätte nichts dagegen. „Körperlich ist er top drauf, und auch mental bekommt er es gut auf die Reihe. Ihn muss erst mal einer brechen“, sagt der erfahrene Coach über seinen stärksten Athleten, „Simon hat sich mittlerweile in der Boxwelt einen sehr guten Namen gemacht. Wir sind bereit für die großen Kämpfe.“
Vor Auftritten in einer der Box-Metropolen geht es nun aber erst einmal nach Stralsund. Aus der Sicht von Simon Zachenhuber ist das ein wichtiger nächster Schritt. „Ich muss mich weiter verbessern, Erfahrung sammeln und noch mehr Ranglistenpunkte holen“, sagt er, „Nick Morsink ist ein guter Prüfstein.“ Und Stolpern verboten.