Brand in Verwertungsbetrieb in Altbach Feuerwehr die ganze Nacht im Einsatz

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In Altbach im Kreis Esslingen gerät auf dem Hof einer Recyclingfirma Elektroschrott in Brand. Die Flammen greifen auf eine Garage und ein Wohnhaus über. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

Großeinsatz für die Feuerwehr in Altbach: Meterhohe Flammen schlagen aus Gitterboxen mit Elektroschrott. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat 8 Bilder
Großeinsatz für die Feuerwehr in Altbach: Meterhohe Flammen schlagen aus Gitterboxen mit Elektroschrott. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Altbach - Meterhohe Flammen und ein vermutlich erheblicher Schaden: Die Feuerwehr ist die komplette Nacht zum Montag im Einsatz gewesen, um in Altbach (Kreis Esslingen) einen Großbrand zu löschen. Wie eine Sprecherin der Polizei am Morgen sagte, waren auf dem Hof des Verwertungsbetriebs in der Industriestraße Gitterboxen mit Elektroschrott in Brand geraten. Das Feuer griff rasch auf eine angrenzende Garage über. Auch ein Wohnhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei ermittelt in Richtung Brandstiftung.

Gegen 1.15 Uhr seien bei den Einsatzkräften mehrere Notrufe eingegangen, sagte die Sprecherin der Polizei. Als die Feuerwehrleute eintrafen, standen mehrere Gitterboxen mit Elektroschrott in Flammen, das Feuer war bereits auf eine angrenzende Garage übergegriffen und bedrohte ein Wohnhaus, in dem 18 Menschen leben.

18 Menschen mussten ihre Wohnungen

Die Einsatzkräfte evakuierten das Haus und konnten verhindern, dass der Brand weiter auf das Haus übergriff. Allerdings wurde das Gebäude dennoch stark in Mitleidenschaft gezogen: In einer Wohnung sprangen durch die Hitze die Fensterscheiben. Auch die Fassade des Hauses litt. Nach dem Einsatz konnten alle Evakuierten in ihre Wohnungen zurück. Die Familie, die in der Wohnung mit den gesprungenen Scheiben lebt, befinde sich momentan im Urlaub, so die Sprecherin weiter.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Verwertungsbetriebs liegt eine Asylbewerberunterkunft, die jedoch nicht von dem Brand betroffen war. „Hier musste niemand in Sicherheit gebracht werden und es kam niemand zu Schaden“, so die Sprecherin.

Polizei ermittelt in Richtung Brandstiftung

Gegen 5.45 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht und rückte ab. Um 7.45 Uhr mussten die Floriansjünger in kleinerer Besetzung noch einmal zurückkehren, um einen kleinen Rauchherd zu ersticken.

Nun macht sich die Polizei daran, die Schadenssumme zu klären – und die Brandursache: Der Verdacht lautet auf Brandstiftung. Die Ermittler prüfen außerdem einen Zusammenhang mit mehreren kleineren Bränden, die sich am Sonntagabend und der Nacht zum Montag in der Gegend ereignet haben. So brannte in der Hauptstraße in Esslingen-Zell gegen 21 Uhr ein Papierstapel; Anwohner löschten das Feuer. Am Bahnhof in Zell brannte ein Mülleimer. In Altbach wurden mehrere Heuballen ein Raub der Flammen. In allen drei Fällen geht die Polizei auch davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde.