Bregenzer Festspiele 28 Mal „Rigoletto“ – was das Festival 2021 plant

Clownsgesicht und eine bewegliche Riesenhand: Philipp Stölzls Bühnenbild zu „Rigoletto“ steht im Mittelpunkt der Bregenzer Festspielsaison 2021 Foto: dpa/Felix Kästle 12 Bilder
Clownsgesicht und eine bewegliche Riesenhand: Philipp Stölzls Bühnenbild zu „Rigoletto“ steht im Mittelpunkt der Bregenzer Festspielsaison 2021 Foto: dpa/Felix Kästle

Nach der Absage der Bregenzer Festspiele 2020 geht das Festival am Bodensee vom 21. Juli bis 22. August wieder in die Vollen: Der bejubelte „Rigoletto“ ist nochmals auf der Seebühne zu sehen, und das Festspielhaus zeigt Arrigo Boitos Oper „Nero“.

Kultur: Susanne Benda (ben)
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Bregenz - Eine riesige bewegliche Hand, dazu ein riesiger Clownskopf mit Augen, die sich öffnen und schließen: Das Bühnenbild, das Philipp Stölzl 2019 für seine Inszenierung von Giuseppe Verdis Oper „Rigoletto“ auf der Bregenzer Seebühne schuf, reihte sich ein in deren Tradition überwältigender visueller Effekte. Nach der Corona-Pause 2020 zeigen die Bregenzer Festspiele die mit großem Beifall aufgenommene Produktion in diesem Jahr nochmals, und zwar ab dem 22. Juli an 28 Abenden, diesmal musikalisch geleitet von Julia Jones, die damit als erste dirigierende Frau auf der Seebühne in die Annalen der Veranstalter eingeht. „Maximal 202 000 Karten“ stünden, so das Festival, für „Rigoletto“ zum Verkauf, 150 000 davon seien bereits verkauft oder von 2020 umgebucht; die tatsächliche Platzkapazität hänge von den im Juli und August geltenden Corona-Verordnungen ab. Die ursprünglich für 2021 vorgesehene Premiere von Puccinis „Madama Butterfly“ wurde auf 2022 verschoben.

Den Auftakt der 75. Bregenzer Festspiele markiert zuvor (21. Juli) bereits die posthum 1924 uraufgeführte Oper „Nero“ von Arrigo Boito, inszeniert von Olivier Tambosi. Dirk Kaftan steht am Pult der Wiener Symphoniker, die als Residenzorchester auch unter der Leitung ihres neuen Chefdirigenten eine halbszenische Fassung von Wagners „Rheingold“ und Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ gestalten werden. Das Programm wird ergänzt unter anderem durch Vorstellungen des Bregenzer Opernstudios, durch Schauspiel (Kleists „Michael Kohlhaas“, in Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin inszeniert von Andreas Kriegenburg und mit Max Simonischek in der Titelrolle), eine interdisziplinäre Filmoper von Michel van der Aa auf der Werkstattbühne, Kammermusik und Literaturlesungen.

Bregenzer Festspiele 2021: 21. Juli bis 22. August. Tickets und Informationen unter www.bregenzerfestspiele.com sowie Telefon 0043 5574 4076.




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