Bürgerbeteiligung zum Rosensteinquartier Grüne kritisieren ihre einstigen Mitstreiter

Von bra 

Die Grünen haben den Ausstieg der Fraktionsgemeinschaft SÖS-Linke-Plus aus dem Forum Rosenstein scharf kritisiert. Offenbar wollten Hannes Rockenbauch und die Seinen lieber in der Schmollecke bleiben, hieß es.

Früher protestierten Grüne und SÖS-Linke noch miteinander gegen Stuttgart 21. Jetzt weigert sich Hannes Rockenbauch, über das Rosensteinquartier zu diskutieren. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Früher protestierten Grüne und SÖS-Linke noch miteinander gegen Stuttgart 21. Jetzt weigert sich Hannes Rockenbauch, über das Rosensteinquartier zu diskutieren. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Vor fünf Jahren noch stritten sie Seite an Seite gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. Mittlerweile gehen die Grünen und die SÖS-Linke im Gemeinderat, die seit der Kommunalwahl 2014 um ein Plus ergänzt wurde, getrennte Wege, wenn es um das Thema S 21 geht. So reagierte die Grünen-Fraktionsspitze mit scharfer Kritik am Ausstieg der Fraktionsgemeinschaft um Stadtrat Hannes Rockenbauch aus dem Forum Rosenstein, in dem Experten, Vertreter gesellschaftlicher Gruppen und Stadträte über das geplante neue Quartier auf den heutigen Gleisflächen hinter dem Bahnhof diskutieren sollen.

Showveranstaltung

Rockenbauch hatte die Bürgerbeteiligung zum Rosensteinviertel als Showveranstaltung bezeichnet und eine Mitwirkung seiner Fraktion abgelehnt. Grünen-Fraktionssprecherin Anna Deparnay-Grunenberg warf der SÖS-Linke-Plus vor, sich damit in die „Schmollecke“ zu begeben. Sie bedauere, dass „ausgerechnet auch die Vertreter der SÖS, die Bürgerbeteiligung stets hochgehalten und eingefordert haben, sich hier mit einer durchsichtigen und vorgeschobenen Argumentation vom Acker machen“.

Viertel überlassen

Ihr Co-Sprecher Andreas Winter betonte, es sei falsch, nun, da die Projektgegner es hinnehmen müssten, dass die Bahn am Hauptbahnhof Fakten schaffe, den Projektbefürwortern auch noch das Rosensteinviertel zu überlassen. Er würde es begrüßen, wenn diejenigen, die zu Recht die investorengeleiteten Interessen bei S 21 kritisiert hätten, ihre Kreativität bei der Bürgerbeteiligung zu den Themen Wohnen und Arbeiten im Rosenstein einbrächten, erklärte Winter.




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