Bürgerinfo in Leonberg Was plant die Bahn gegen den Lärm?

Von ulo 

Am Montag werden die neuen Pläne in der Stadthalle präsentiert.

Durch neue Vorgaben werden nun sehr viel mehr Häuser entlang von Bahnstrecken berücksichtigt. Foto: dpa/Oliver Berg
Durch neue Vorgaben werden nun sehr viel mehr Häuser entlang von Bahnstrecken berücksichtigt. Foto: dpa/Oliver Berg

Leonberg - Seit 2017 ist Leonberg Teil des Lärmsanierungsverfahrens der Deutschen Bahn. Was genau dabei geplant wird, dass stellt die Bahn am Montag, 4. November, bei einer Bürgerinformationsveranstaltung vor. Beginn in der Stadthalle Leonberg ist um 18 Uhr. Die Ingenieure der Bahn stellen die Ergebnisse des ‚Schalltechnischen Gutachtens‘ vor und erläutern die weitere Vorgehensweise. Im Anschluss haben die Gäste die Möglichkeit, ihre Fragen an die Projektleitung zu richten. Von Seiten der Stadt wird Oberbürgermeister Martin Georg Cohn dabei sein.

Bereits im April 2018 hatte es eine solche Veranstaltung gegeben. Doch seitdem haben sich verschiedene Vorgaben geändert und die Pläne mussten überarbeitet werden. So wurde etwa der Stichtag für die Gebäude, die dabei berücksichtig werden müssen, verändert. Waren bislang nur Häuser berücksichtigt worden, die vor 1974 gebaut wurden, müssen nun alle Häuser bedacht werden, die bis zum 1. Januar 2015 errichtet wurden. Entsprechen sind die Schallgutachten überarbeitet worden. Statt bislang 740 Wohneinheiten in Leonberg betrifft dies nun 1115. Entsprechend plant die Bahn, die bestehenden Lärmschutzwände in Leonberg in Bahnhofsnähe sowie im Stadtteil Silberberg zu verlängern. Die Stadt Leonberg hat sich zudem bei der Ausschreibung die Option gesichert, dass auch die Kosten für von drei auf vier Meter erhöhte Lärmschutzwände einbezogen werden. Denn die Stadt legt nach einem Gemeinderatsbeschluss eine Lärmgrenze von 55 Dezibel am Tag zugrunde, die Bahn dagegen nur 57 Dezibel.

Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass es sich bei der Lärmsanierung um eine freiwillige Leistung des Bundes handelt. Es bestehe kein Rechtsanspruch. Allein im Jahr 2018 seien über 100 Millionen Euro in den Bau von rund 40 Kilometer Schallschutzwänden und die Ausstattung von circa 2200 Wohnungen mit Schallschutzfenstern geflossen.




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