Bundestagswahl 2021 Wahlkampf kommt langsam auf Touren
Mit einer Porträt-Serie über die lokalen Kandidatinnen und Kandidaten beginnt die EZ ihre umfangreiche Berichterstattung über die Bundestagswahl.
Mit einer Porträt-Serie über die lokalen Kandidatinnen und Kandidaten beginnt die EZ ihre umfangreiche Berichterstattung über die Bundestagswahl.
Kreis Esslingen - Unionskandidat Armin Laschet? Annalena Baerbock von den Grünen? Oder doch der Sozialdemokrat Olaf Scholz? Wer im Herbst an der Spitze der neuen Bundesregierung stehen wird, können auch die Menschen im Landkreis Esslingen nicht direkt mitbestimmen. Kanzler oder Kanzlerin wählt der Bundestag. Welche Parteien dort in welcher Stärke vertreten sind, das wird bei der Bundestagswahl am 26. September entschieden. Außer dem Kreuzchen für eine Partei und damit eine politische Richtung kann jeder Wahlberechtigte auch eine Stimme vergeben für einen Direktkandidaten oder -kandidatin. 23 Frauen und Männer stehen dafür im Landkreis Esslingen zur Wahl.
Wofür sie stehen und welche politischen Ziele diese verfolgen, werden wir in der EZ in den nächsten Wochen ausführlich darstellen. Eine Serie mit Porträts der Bewerberinnen und Bewerber aller im Bundestag oder im Landtag vertretenen Parteien macht den Anfang unserer Wahlberichterstattung. Der erste Beitrag findet sich heute auf Seite 16 im Lokalteil. Er handelt von Argyri Paraschaki, die sich für die SPD im Wahlkreis Esslingen bewirbt. In loser Folge bringen wir danach Porträts von den anderen Kandidatinnen und Kandidaten. Mit vier persönlichen Fragen soll auch ein Blick auf deren private Seite geworfen werden.
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Wer steht am ehesten für die Werte, die mir persönlich wichtig sind? Wem traue ich zu, die besten Antworten auf die zentralen politischen Herausforderungen zu finden? Wer ist der hartnäckigste Fürsprecher, die hartnäckigste Fürsprecherin, für bedeutsame regionale Projekte? Die EZ möchte mit ihrer Wahlberichterstattung zu all diese Fragen Orientierungshilfen geben.
Außer den Porträts bringen wir zwei Sonderseiten, auf denen die Situation in den beiden Wahlkreisen Esslingen und Nürtingen dargestellt wird. Wo welcher Bewerber mit seinem Programm persönlich um Stimmen wirbt, ist nachzulesen im fast täglich erscheinenden Wahlkalender. Über eine Reihe von Veranstaltung wird im EZ-Lokalteil auch berichtet. Beispielsweise von Kundgebungen oder wenn namhafte Parteifreunde für einen Kandidaten bei einem öffentlichen Auftritt die Werbetrommel rühren. Ferner wird es Berichte über Podiumsdiskussionen geben, bei denen die Kandidaten und Kandidatinnen und ihre unterschiedlichen Positionen aufeinandertreffen.
Genauso umfassend wird das Online- Programm der EZ sein. Auch dort berichten wir ausführlich über das Wahlkampfgeschehen und liefern stets aktuell Zahlen, Fakten und Hintergründe. Ein besonderer Service wird ein Wahl-O-Mat sein, bei dem jede Leserin und jeder Leser testen kann, mit welchem Parteiprogramm seine Einstellungen am besten übereinstimmen.
Plakate hängen zwar überall längst, trotzdem ist Wahlkampf auch auf lokaler Ebene noch nicht so richtig auf Touren gekommen. Das dürfte sich rasch ändern, wenn Urlaub und Ferien zu Ende sind. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Bis zum Wahltermin am 26. September sind es noch knapp fünf Wochen.
Im Augenblick ist der Landkreis Esslingen mit vier Männern und einer Frau im 19. Deutschen Bundestag vertreten. Markus Grübel und Michael Hennrich sitzen dort für die CDU, Nils Schmid für die SPD, Matthias Gastel für Bündnis 90/Die Grünen, Renata Alt für die FDP. Trotz massiver Verluste hatten die Christsozialen 2017 ihre beiden Direktmandate verteidigt. Grübel kam in Esslingen auf 40 Prozent der Stimmen, vier Jahre zuvor waren es noch 51,3 Prozent. Ähnlich große Einbußen musste sein Parteifreund Michael Hennrich hinnehmen. Auf ihn entfielen 39,4 Prozent der abgegebenen Stimmen, 2013 waren es 51 Prozent. Auch bei den Zweitstimmen ging es für die CDU deutlich bergab. Im Wahlkreis Esslingen sackte sie von 44,8 auf 33,3 Prozent, im Wahlkreis Nürtingen von 46 auf 33,7 Prozent.
Schmid für die SPD (19 Prozent), Gastel für die Grünen (14,8 Prozent) und Alt für die Freien Demokraten (9,9 Prozent) schaffen den Sprung nach Berlin über die Landeslisten. Erfreulich hoch war 2017 die Wahlbeteiligung. Im Wahlkreis Esslingen lag sie bei 80,3 Prozent, im Wahlkreis Nürtingen gingen 81,3 der Stimmberechtigten an die Wahlurnen.
23 Frauen und Männer bewerben sich um Direktmandate
Wahlkreis Esslingen 261
CDU: Markus Grübel, Esslingen. SPD: Argyri Paraschaki, Esslingen. Grüne: Sebastian Schäfer, Nürtingen. FDP: Robert Langer, Ostfildern. AfD: Boris Malewski, Lichtenwald. Linke: Anil Beşli, Leinfelden-Echterdingen. Die Partei: Daniela Negt, Lichtenwald. Freie Wähler: Holger Fritz, Oftersheim. Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands: Hubert Bauer, Esslingen. Basisdemokratische Partei Deutschland: Stefan Zweifel, Notzingen. Partei der Humanisten: Wolfgang Hamberger, Esslingen. Volt Deutschland: Andreas Jakobi, Stuttgart.
Wahlkreis Nürtingen 262
CDU: Michael Hennrich, Kirchheim. SPD: Nils Schmid, Reutlingen. Grüne: Matthias Gastel, Filderstadt. FDP: Renata Alt, Kirchheim. AfD: Kerstin Hanske, Nürtingen. Linke: Hüseyin Sahin, Dettingen. Die Partei: Daniel Friesch, Bempflingen. Freie Wähler: Markus Mangold, Leinfelden-Echterdingen. Demokratie in Bewegung: Sigrid Ott, Leinfelden-Echterdingen. Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands: Dieter Rupp, Beuren. Die Basis: Illona Timmermann, Dettingen unter Teck.