Caritas-Journalistenpreis Kleines Glück

Von StZ 

Die Gewinner des 26. Caritas-Journalistenpreises stehen fest. Darunter ist auch eine Reportage, die im April 2014 auf der Regionalen Reportageseite in der Stuttgarter Zeitung erschienen ist. Die StZ-Autorin Eva-Maria Manz porträtiert darin Herbert und Kaale: „Zwei wie Pech und Schwefel“.

Die Reportage „Zwei wie Pech und Schwefel“ von Eva-Maria Manz ist in der Stuttgarter Zeitung im April 2014 auf der Regionalen Reportagenseite erschienen –  und jetzt unter den  Gewinnern der Caritas-Journalistenpreises. Foto: Achim Zweygarth
Die Reportage „Zwei wie Pech und Schwefel“ von Eva-Maria Manz ist in der Stuttgarter Zeitung im April 2014 auf der Regionalen Reportagenseite erschienen – und jetzt unter den Gewinnern der Caritas-Journalistenpreises. Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Die Träger des 26. Caritas-Journalistenpreises stehen fest: Der mit 3000 Euro dotierte erste Preis geht an die Filmemacherin Andrea Lotter. Sie wird für den im SWR ausgestrahlten Fernsehbeitrag „Alis Laden – Überleben zwischen Lebensmitteln“ ausgezeichnet. Andrea Lotter porträtiert dabei einen türkischen Gemüsehändler, dessen winziger Lebensmittelladen in Stuttgart der Mittelpunkt des gesamten Viertels ist. Denn bei Ali gibt es nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Lebenshilfe. Die beiden zweiten Preise, die mit je 1000 Euro dotiert sind, erhalten die Magazin-Redaktion der Badischen Zeitung in Freiburg – und Eva-Maria Manz von der Stuttgarter Zeitung.

Eva-Maria Manz Foto: Steinert

Eva-Maria Manz, die bei der Stuttgarter Zeitung volontiert hat und jetzt unter anderem als Leser-Redakteurin für die StZ arbeitet, wird für die Reportage „Zwei wie Pech und Schwefel” geehrt. In dem am 3. April 2014 auf der Reportageseite für Baden-Württemberg erschienenen Stück erzählt sie von einer außergewöhnlichen Freundschaft zweier Außenseiter und ihrem kleinen, bescheidenen Glück. „Ohne überdrehte Sprachdrexeleien und dramatisierende Zuspitzungen nimmt die Autorin den Leser einfach an der Hand und macht ihn mit den beiden außergewöhnlichen Protagonisten bekannt, die zudem – auch das ist hervorzuheben – in einem bestechenden Bild des Fotografen Andreas Reiner den Betrachter mit Gemütsruhe regelrecht in die Augen blicken“, so das Urteil der unabhängigen Jury: „Genau diese Unaufdringlichkeit, ja Einfachheit des Erzählens vom unspektakulären, aber zufriedenen Leben zweier Menschen am Rande der Gesellschaft ist es, die der Reportage jene Spannung und Authentizität verleiht, die sie so herausragend macht und dabei ganz neue Einsichten bei der Frage nach dem Glück eröffnet.“

Die Badische Zeitung wird für die zwölfseitige Magazinausgabe „Projekt Asyl“ gewürdigt. Eine „Lobende Erwähnung“ bekommt Christina Schaffelke von der Schwäbischen Zeitung für das Porträt „Im Ring frei“. Der Caritas-Journalistenpreis Baden-Württemberg wird von den beiden Caritasverbänden für die Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart vergeben. Mit der Auszeichnung würdigen die beiden katholischen Wohlfahrtsverbände im Land Autorinnen und Autoren für herausragende publizistische Beiträge aus dem sozialen Bereich.

Die Caritas vertritt in Baden-Württemberg mehr als 3900 Einrichtungen mit insgesamt rund 59 000 Mitarbeitern.