Christian Gentner vom VfB Stuttgart Mit Maske und Mentalität

Christian Gentner hat im Spiel gegen Borussia Dortmund sein Comeback gefeiert. Foto: Pressefoto Baumann 15 Bilder
Christian Gentner hat im Spiel gegen Borussia Dortmund sein Comeback gefeiert. Foto: Pressefoto Baumann

Gelungenes Comeback im Spiel gegen Borussia Dortmund: Die schnelle Rückkehr des verletzten Christian Gentner belegt auch den Stellenwert des Kapitäns im Team des VfB Stuttgart.

Sport: Carlos Ubina (cu)
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Stuttgart - Als dieser spannende Fußball-Abend in der Mercedes-Benz-Arena zu Ende war, lagen sich die Spieler des VfB Stuttgart überglücklich in den Armen. Mittendrin in der Jubeltraube nach dem 2:1 gegen Borussia Dortmund: Christian Gentner, der 62 Tage nach seiner Verletzung ein erfolgreiches Comeback feierte und damit seinen Stellenwert im VfB-Team eindrucksvoll untermauerte. „Es ist nicht selbstverständlich gegen Dortmund zu gewinnen, ich bin sehr stolz, wie meine Mannschaft heute alles reingeworfen hat. Das war eine großartige Leistung“, freute sich der Kapitän.

Gentner – der Dauerbrenner. Er hatte nach dem Bundesliga-Abstieg, ohne eine Sekunde zu überlegen, mit dem VfB den Weg in die zweite Liga mitgemacht. Dort absolvierte das Eigengewächs in der Saison 2016/17 alle 34 Ligaspiele, ihm gelangen sechs Tore und vier Assists. Dennoch war der 32-Jährige vor dieser Saison nicht gesetzt. Jeder müsse sich seinen Stammplatz erarbeiten, meinte Trainer Hannes Wolf – auch ein zweimaliger deutscher Meister. Also auch ein Christian Gentner.

Professioneller Konkurrenzkampf

Der Mittelfeldspieler nahm den Konkurrenzkampf professionell an, ging mit Leistung voran – bis ihn diese schlimme Verletzung am 16. September stoppte. Nach dem üblen Zusammenprall mit Wolfsburgs Torwart Koen Casteels und mehreren Knochenbrüchen im Gesicht mussten in zwei Operationen Titanplatten eingesetzt werden. Der Heilungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen – doch viel früher als gedacht meldete sich Gentner zurück.

Er stand gegen den BVB nicht nur im Kader, er spielte überraschend sogar gleich von Anfang an. „Er hat gut und genug trainiert. Er ging in die Zweikämpfe und scheute auch Kopfballduelle nicht“, begründete Wolf seine Entscheidung.

Das belegt die Wertschätzung des Trainers für seinen Spielführer. Das zeigt, wie wichtig Gentner als erfahrener Stabilisator für das Spiel des VfB ist. Und auch im Spiel gegen den BVB ging der gebürtige Nürtinger mit Maske und Mentalität voran. „Es gab keine mentale Blockade, ich hatte keinerlei Bedenken“, betonte er. An der Seite des 20-jährigen Santiago Ascacibar sorgte Gentner im defensiven Mittelfeld mit seiner ganzen Routine für die nötige Struktur – nicht besonders auffällig, sondern unaufgeregt, besonnen und solide. Das Duo machte die Räume eng und versuchte vor allem die Kreise von Mario Götze und Shinji Kagawa einzuengen. Ohne Angst nahm Gentner dabei jeden Zweikampf an. „Christian hat Außergewöhnliches geleistet, er hat uns sehr gefehlt, fußballerisch und was seine Persönlichkeit betrifft“, lobte Wolf.

Wertschätzung für den Kapitän ist groß

Am Freitag geht es in Hannover weiter. „Wir entwickeln uns und sind auf einem guten Weg Richtung Klassenverbleib“, sagte Gentner. Mit ihm als Führungsfigur.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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