Christopher Street Day in Stuttgart Offener Brief an IHK-Chef Richter

Von vv 

Die Organisatoren des CSD reagieren verstimmt auf eine Interview-Äußerung des Hauptgeschäftsführers der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.

Andreas Richter,  Hauptgeschäftsführers der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, hat sich den Unmut der CSD-Organisatoren zugezogen. Foto: Steinert
Andreas Richter, Hauptgeschäftsführers der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, hat sich den Unmut der CSD-Organisatoren zugezogen. Foto: Steinert

Stuttgart - Der Vorstand der Interessengemeinschaft Christopher Street Day Stuttgart (IG CSD) Stuttgart - hat mit einem offenen Brief auf Äußerungen des Hauptgeschäftsführers der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, Andreas Richter, reagiert. „Die Parade mit Leuten, die sehr bunt bis kaum bekleidet sind, ist nichts, mit dem Unternehmen viel anfangen können“, ist Richter Anfang Juni in den „Badischen Neuesten Nachrichten“ zitiert worden. In dem Artikel hatte der IHK-Hauptgeschäftsführer zudem betont, mit dem Thema Homosexualität hätten die Firmen kein Problem. Bei einer Schirmherrschaft komme es allerdings sehr darauf an, wie jemand auf sie zukomme. Hintergrund der Anfrage an Richter war der Umstand, dass der CSD-Verein keinen Schirmherrn aus der Wirtschaft für den diesjährigen Christopher Street Day gefunden hat.

Weder bei der Parade noch bei anderen CSD-Veranstaltungen sei die Mehrheit ausschließlich bunt oder wenig bekleidet, heißt es nun in dem Brief der IG CSD an die IHK. Der CSD-Vorstand Christoph Michl äußert zudem Bedauern darüber, nicht direkt, sondern aus der Stuttgarter Zeitung erfahren zu haben, dass die IHK kein Grußwort beisteuern wird. Die CSD-Organisatoren laden Richter ein, sich „ein differenziertes Bild des Christopher Street Day“ zu machen und die Veranstaltungen zwischen dem 13. und 28. Juli zu besuchen.

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