Comic Con in Stuttgart Besucher verraten Geschichten zu ihren Outfits

Von Petra Mostbacher-Dix 

Auch die zweite Auflage der Popkultur-Messe Comic Con ist ein Erfolg: Etliche Comic-, Serien- und Spiele-Fans besuchen die Messe, um ihre Idole zu entdecken und in das Cosplay einzutauchen. Wir haben uns bei den Besuchern umgehört, warum sie sich für ihr Outfit entschieden haben.

Die 18-jährige Suzan aus Leonberg hat nach dem japanischen Anime-Film „Mein Nachbar Totoro“ von 1988 ein Kostüm entworfen und sich schneidern lassen. Totoro ist ein Waldgeist, der nur von Kindern gesehen wird. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 54 Bilder
Die 18-jährige Suzan aus Leonberg hat nach dem japanischen Anime-Film „Mein Nachbar Totoro“ von 1988 ein Kostüm entworfen und sich schneidern lassen. Totoro ist ein Waldgeist, der nur von Kindern gesehen wird. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Podeste sind nicht sein Ding. „Ich gehe gerne auf Tuchfühlung“, betonte Ricky Whittle und hüpfte flugs von der Bühne zu den Besuchern der zweiten Comic Con Germany, die am Wochenende auf dem Stuttgarter Messegelände stattfand. Whittle schilderte auf der Zusammenkunft für Comic-, Serien- und Spiele-Fans mit seinem Schauspielkollegen Demore Barnes – nach Whittle der „Mann mit der erotischsten Stimme“ – was auf den Drehs von „American Gods“ bisher so passierte. In der Amazon-Serie spielt der Brite die Rolle des Shadow Moon, während der Kanadier Barnes Mr. Ibis gibt, einen der alten Götter, die qua Drehbuch gegen die bösen neuen Götter antreten. Derzeit werde wie wild an der neuen Staffel geschrieben, antwortete Whittle einem Fan. „Nächstes Jahr läuft sie wohl an!“

Hollywoodstars live erleben

Auf der Comic Con erlebe man nicht nur Comic-Verlage, Comic-Zeichner, Anime, Cosplay, also das Spiel mit Kostümen, oder allerlei Händler mit Essentiellem, sondern Hollywood Stars live, schwärmten Besucher. Mit über 50.000 Besuchern rechnen die Veranstalter, um Whittle, Barnes und deren Kollegen zu erleben und Autogramme zu erhaschen. Von Judge Reinhold etwa, schon beim allerersten „Beverly Hills Cop“ an Bord, oder John Ashton, der betonte, auf der Comic Con viele „interessante Leute kennenlernen zu können“. Am Morgen hatte bereits „Hercules“ Kevin Sorbo erzählt und Konterfeis signiert, genauso wie Bildhauer Brian Muir. Er gestaltete für Star Wars den Helm der „dunklen Seite der Macht“ oder das Raumschiff der „Guardians of the Galaxy“. Zur Mittagszeit rückte Kampfstern Galactica-Lieutenant Starbuck alias Dirk Benedict an, der in den 70ern und 80ern als Templeton ‚Faceman’ Peck im „Das A-Team“ reüssierte.

Sehen Sie in unserem Video eine Umfrage unter den Comic-Con-Besuchern zu ihren Outfits:

Volle Gänge auf dem Messegelände

Zahlreiche Darth Vaders waren denn auch auf den vollen Gängen auszumachen – nebst allerlei „Baddies“ aus dem Horror-Genre mal mit starrem Gesichtsausdruck oder in trauter Eintracht lachend mit „guten“ Charakteren wie Prinzessin Leia oder Han Solo, Marvel-Charakteren wie Spider Man oder Iron Man, Anime-Figuren, Soldaten, Wikingern, Super Marios sowie manchen Kostüm-Neuschöpfungen, die für das Seriengeschäft noch der Entdeckung harrten. Ehrensache, dass man sich da gegenseitig fotografierte, den Transformern auf ihrer Aktionsfläche Respekt zollte und bei den Ghostbuster-Truppen herumgeisterte.

Auf großer Ausstellungsfläche feiert zudem der Stuttgarter Panini Verlag sein 20-jähriges Deutschland-Jubiläum – unter anderem mit dem deutschen Verkaufsstart diverser Comicreihen oder limitierten Sonderpublikationen. Dazu gaben sich Zeichenkünstler wie Phil Noto die Ehre und ließen hinter ihre Kulissen blicken. In der Comic Zone stellten zudem 230 Zeichner und Illustratoren aus, junge Talente präsentierten sich in der „Indie-Allee“. „Das ist das Tolle an der Comic Con“, so ein Manga-Mädel. „Sehen, gesehen werden, sich austauschen und viel Neues entdecken.“

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