Corona-App ist startklar Kein Allheilmittel, „aber ein wichtiges Instrument“

Von red/rtr 

In dieser Woche geht in Deutschland die Corona-Warnapp an den Start. Gesundheitsminister Spahn hofft, dass möglichst viele Bürger sich die App auf ihr Smartphone holen.

So sieht die Corona-Warnapp in Italien aus. Foto: dpa/Domenico Stinellis
So sieht die Corona-Warnapp in Italien aus. Foto: dpa/Domenico Stinellis

Berlin - Nach langem Hin und Her ist die Corona-App für Deutschland startklar. „Sie kommt in der jetzt beginnenden Woche“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Sonntagabend in der ARD: „Und soweit ich sehe, gehört der Dienstag dazu“, fügte er mit Blick auf den in Agenturmeldungen kolportierten Starttag hinzu. Unstimmigkeiten über die Art der Datenspeicherung hatten für Verzögerungen bei der Entwicklung gesorgt. Zunächst sollten die Daten zentral gespeichert werden, nach Gegenwehr der Handy-Betriebsgrößen Google und Apple entschied sich der Bund dann für ein dezentrales Modell. Ende April wurden dann die Deutsche-Telekom-Tochter T-Systems sowie der Walldorfer Softwareanbieter SAP ins Boot geholt.

Lesen Sie hier: Eine App ist kein Allheilmittel

„Wir sind im Zeitplan, den wir mit den Unternehmen vereinbart haben und wir sind übrigens auch im Kostenplan“, fügte Spahn hinzu. Die App sei zwar kein Allheilmittel: „Sie ist aber ein wichtiges Instrument, um einen Unterschied zu machen, um Infektionsketten zu brechen“, sagte der CDU-Politiker. Er räumte zugleich ein, dass die Entwicklung der App „etwas länger gebraucht“ habe. Dies liege auch daran, dass sie auf dem für die Datenübertragung über kurze Distanz per Funktechnik entwickelten Standard Bluetooth basiere. „Wir haben zum Beispiel Länder in Asien, die machen das mit GPS - auf 100 Meter genau. Das ist glaube ich nicht die Genauigkeit, mit der wir hätten arbeiten wollen“, erklärte der Minister.

Spahn mahnte Urlauber zugleich vor der schrittweisen Öffnung des Tourismussektors im Sommer, auch in den Reiseländern auf Abstand zu achten. In vielen europäischen Ländern habe das Ausbruchsgeschehen viel mit rückreisenden Skiurlaubern aus dem österreichischen Partie-Ort Ischgl zu tun gehabt: „Ballermann darf nicht das nächste Ischgl werden.“




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