Corona besiegelt das Ende der Spaßgesellschaft Glück in spaßfreien Zeiten

Mitarbeiter einer Autofabrik in Wuhan, China, während ihrer Mittagspause – die Menschen dort dürfen wieder arbeiten gehen, müssen nun aber Abstand zueinander einhalten. Foto: AFP
Mitarbeiter einer Autofabrik in Wuhan, China, während ihrer Mittagspause – die Menschen dort dürfen wieder arbeiten gehen, müssen nun aber Abstand zueinander einhalten. Foto: AFP

Die Coronakrise bereitet der Spaßgesellschaft ein abruptes Ende. Was jetzt zählt, ist ein nüchterner, ein ernüchterter Pragmatismus.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Armin Käfer (kä)

Stuttgart - Am 20. Januar 2020 verschickte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren ersten Report zum Thema Corona. Inzwischen gibt es 66 solcher Berichte. Damals schien das noch eine rein asiatische Angelegenheit zu sein: 278 Patienten im Reich der Mitte, einer in Japan, einer in Südkorea, zwei in Thailand. In der ARD lief an jenem Tag ein Handballspiel, Deutschland gegen Österreich. Sat 1 sendete zur selben Zeit die Dokusoap „Nobody’s perfect – das Nacktexperiment“. Bei RTL kam „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“. Und 3 Sat brachte einen Film mit dem Titel „Bis ans Ende der Träume“. An das Ende vieler Träume, das inzwischen erreicht ist, dachte damals niemand. Der albtraumhafte Alltag von heute wäre den meisten wie ein Science-Fiction-Film vorgekommen.

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