Corona-Impfung im Landkreis Böblingen Bis zu 50 000 Impfdosen pro Woche

Impfen, was das Zeug hält, lautet die Devise im Landkreis Foto: dpa/Wolfgang Kumm
Impfen, was das Zeug hält, lautet die Devise im Landkreis Foto: dpa/Wolfgang Kumm

Der Landkreis möchte den Impfturbo starten. Beim 2. Impfgipfel in der kommenden Woche steht die Unterstützung der Hausärzte auf dem Programm.

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Kreis Böblingen - Nach dem ersten Impfgipfel Ende März hat der Landkreis nun zu einem zweiten kommunalen Impfgipfel eingeladen. Unter anderem mit Vertretern der Kreisärzteschaft, der Pandemiebeauftragten des Landkreises Böblingen, Annette Theewen, sowie kommunaler Vertretern soll über die bestmögliche Verimpfung der steigenden Menge von Impfstoff gegen das Corona-Virus gesprochen werden. „Wir wollen uns gemeinsam für die ansteigenden Impfstoffmengen wappnen, die Bund und Land ab Ende Mai/Anfang Juni in Aussicht stellen“, so Landrat Roland Bernhard. „Wir wollen gemeinsam dem Impfturbo starten.“ Dazu möchte sich der Landkreis laut einer Pressemitteilung auf dem zweiten Impfgipfel am Dienstag, 11. Mai, präparieren.

Immer mehr Städte und Gemeinden im Kreis melden sich, um ihre Unterstützung für die Impfkampagne anzubieten ,heißt es weiter. Einigkeit herrsche, dass die Ärzteschaft parallel zu den steigenden Impfstoffmengen eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Vergabe übernimmt. Nun müsse es darum gehen, die niedergelassenen Ärzte mit passgenauen Maßnahmen seitens der jeweiligen Kommunen zu unterstützen.

In verschiedenen Städten und Gemeinden hätten Hausärzte bereits nach kommunalen Räumlichkeiten angefragt, da nicht jede Praxis räumlich geeignet ist für die außergewöhnlichen Anforderungen an die Corona-Impfung. So müssten bestimmte Stoffe speziell gekühlt werden und Patienten eine gewisse Zeit unter Beobachtung in der Praxis bleiben – unter Einhaltung der Abstände.

Entscheidend sei nun, gemeinsam mit den Ärzten maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln, die von interessierten Praxen auch genutzt werden können. „In einer kleinen Gemeinde können dort andere Lösungen gefragt sein, als in einer Großen Kreisstadt. Und mancherorts gibt es womöglich auch keinen Bedarf seitens der Ärzte. Der Landkreis ist bereit, dabei eine koordinierende Rolle einzunehmen. Auch die Kapazitäten der Betriebsärzte müssen als dritte Säule der Impfstruktur bei den zukünftigen Planungen Berücksichtigung finden“, schreibt die Landkreisverwaltung. In Vorbereitung des kommenden Impfgipfels gelte es nun, zunächst den genauen Bedarf bei den Ärzten zu eruieren.

Bei allen Überlegungen laute das übergeordnete Ziel, so der Landrat „möglichst schnell möglichst viel zu verimpfen.“ Im Raum stehen nach wie vor eine Million Impfdosen pro Woche in Baden-Württemberg. Je nach Umrechnung könnten auf den Landkreis 35 000 bis maximal 50 000 Impfdosen entfallen. Das Kreisimpfzentrum (KIZ) in Sindelfingen ist jetzt schon in der Lage, bis zu 8000 Dosen pro Woche zu verimpfen; perspektivisch sollen es 10 000 sein. Deshalb brauche es dringend Konzepte, um in Spitzenzeiten mehr als 25 000 Impfdosen pro Woche bei niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten zu verimpfen.

„Die Ärzte kennen ihre Patienten. Wenn genügend Impfstoff vorhanden ist, dann werden die Menschen sich schnell impfen lassen wollen. Wegen der Lockerungen für Geimpfte wird der Druck auf alle Beteiligten steigen“, so der Landrat. Deshalb müsse es nun eine gemeinsame Kraftanstrengung geben. (red)




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