Corona-Pandemie Virologe Alexander Kekulé hält Lockdown-Verlängerung für nicht sinnvoll

Maßnahmen gegen das Virus wirkten am stärksten, wenn sie gerade beschlossen würden, sagte Kekulé im Podcast von MDR-Aktuell (Archivbild). Foto: imago images/Klaus W. Schmidt
Maßnahmen gegen das Virus wirkten am stärksten, wenn sie gerade beschlossen würden, sagte Kekulé im Podcast von MDR-Aktuell (Archivbild). Foto: imago images/Klaus W. Schmidt

Bis zum 10. Januar bleiben Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geschlossen. Der Virologe Alexander Kekulé hält die Verlängerung des Teil-Lockdowns nicht für sinnvoll.

Berlin - Der Virologe Alexander Kekulé hält die Verlängerung des Teil-Lockdowns für nicht sinnvoll. Maßnahmen gegen das Virus wirkten am stärksten, wenn sie gerade beschlossen würden, sagte Kekulé im Podcast von MDR-Aktuell. Durch das Aufrechterhalten der gleichen Maßnahme würde man in der Regel keine stärkere Bremsung hinkriegen.

Nach Ansicht Kekulés kam die Entscheidung für die Verlängerung bis zum 10. Januar überraschend. Für ihn hätte es zwei Optionen gegeben: entweder ein Abwarten bis kurz nach Silvester oder ein sofortiges Nachjustieren. „Dann muss man aber jetzt schärfere Maßnahmen ergreifen und nicht bis 11. Januar warten“, sagte er.

Entscheidung fiel am Mittwoch

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf verständigt, den Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen bis zum 10. Januar zu verlängern.

Die Einschränkungen gelten seit Anfang November und waren in der vergangenen Woche zunächst bis kurz vor Weihnachten verlängert worden.




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